Minecraft

Minecraft nichts für Kinder? Kurioses Gesetz drückt Spiel 18er-Stempel auf

von Jasmin Peukert (Freitag, 16.07.2021 - 15:14 Uhr)

Microsoft muss sich einem kuriosem Gesetz beugen: Minecraft kriegt daher einen "ab 18"-Stempel verpasst. Bildquelle: Microsoft, Getty Images/siraanamwong.
Microsoft muss sich einem kuriosem Gesetz beugen: Minecraft kriegt daher einen "ab 18"-Stempel verpasst. Bildquelle: Microsoft, Getty Images/siraanamwong.

Das bunte Survival-Spiel ist perfekt für eine junge Zielgruppe geeignet. In Südkorea könnten Kinder es aber zukünftig schwer haben, Minecraft zu zocken. Ein kurioses Gesetz zwingt Microsoft nämlich dazu, dem Spiel einen "ab 18"-Stempel aufzudrücken.

Minecraft: In Südkorea erst ab 18

Die recht bizarre Einschränkung beruht auf dem „Aschenputtel-Gesetz“ des Landes, das allen Kindern und Jugendlichen, die in den frühen Morgenstunden spielen möchten, den Stecker zieht. Dieses Gesetz ist bereits seit 2011 aktiv und soll verhindern, dass Spieler unter 16 Jahren zwischen Mitternacht und sechs Uhr morgens Online-Videospiele spielen.

Bereits 2012 änderte Microsoft deswegen seine Richtlinien für Südkorea, sodass jeder, der ein Konto erstellen möchte, mindestens 19 Jahre alt sein muss. Dies hatte bisher kaum Auswirkungen auf Minecraft, schließlich konnte man sich alternativ mit dem Mojang-Account anmelden, ganz ohne Altersprüfung.

Bereits im Dezember 2020 wurden die Spieler dann auf der offiziellen Minecraft-Seite gewarnt, dass sie sich mit einem Xbox-Live-Konto anmelden müssten, um auf das Spiel zuzugreifen. Was zu dem Zeitpunkt als freiwillige Maßnahme begann, ist seit März 2021 Pflicht. Jeder südkoreanische Spieler muss mindestens 19 Jahre alt sein, um das Spiel zu kaufen.

Zur Erklärung: In Südkorea ist jedes Kind bei der Geburt schon 1 Jahr alt. Der Grund dafür ist, dass die 9 Monate des Kindes im Mutterleib quasi als erstes Lebensjahr gelten und mitgezählt werden.

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Minecraft: Microsoft sucht trotzdem nach Lösung

Verständlicherweise sind viele koreanische Spieler über die Tatsache verärgert. So sehr, dass sie auf der offiziellen Webseite der Regierung eine Petition gestartet haben, für die bereits rund 106.000 Unterschriften gesammelt wurden. Es wird gefordert, dass Südkorea das „Aschenputtel-Gesetz“ und damit die ungewollte Einschränkung von Minecraft abschafft.

Nach einer Anfrage von PC Gamer hat sich ein Microsoft-Sprecher zu der Sache zu Wort gemeldet:

„Wir fahren mit der globalen Migration von Mojang-Konten zu Microsoft-Konten für Minecraft: Java Edition fort, auch für unsere Spieler in Südkorea. Wir arbeiten an einer längerfristigen Lösung für bestehende und neue Spieler unter 19 Jahren und werden später in diesem Jahr mehr dazu sagen.“

Es scheint also, als wäre die Zukunft von Minecraft in Südkorea noch nicht in Stein gemeißelt.

Testet, ob ihr Schüler oder Meister seid

Was sagt ihr denn zu diesem südkoreanischen Gesetz? Findet ihr es gut, dass die Regierung vermeiden möchte, dass Schüler zu viel online spielen, oder findet ihr das übertrieben? Besucht und gerne bei Facebook und schreibt uns eure Meinung in die Kommentare.

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