Steam

Beliebter YouTuber manipuliert Steam – mit Gurken-Emoji

von Johannes Repp (Montag, 19.07.2021 - 11:16 Uhr)

Der YouTuber The Spiffing Brit ist bekannt für seinen Schabernack – sein Opfer dieses Mal: Steam. Bildquelle: The Spiffing Brit, Valve.
Der YouTuber The Spiffing Brit ist bekannt für seinen Schabernack – sein Opfer dieses Mal: Steam. Bildquelle: The Spiffing Brit, Valve.

Der bekannte YouTuber The Spiffing Brit hat wieder zugeschlagen. Anstatt Steam auf herkömmliche Art wie alle Spieler zu benutzen, führt er den Community-Markt der Plattform gehörig an der Nase herum. Und das nur mit einem Gurken-Emoji.

Der Steam-Communitymarkt – Geld verdienen leicht gemacht?

Der YouTuber The Spiffing Brit ist dafür bekannt, diverse Programmierfehler und schlecht ausbalancierte Game-Mechaniken in Videospielen auszunutzen, um damit die witzigsten Ergebnisse zu erzielen. Meistens resultieren seine Experimente mit Spielen wie Skyrim oder Humankind darin, dass er in unermesslichem Reichtum schwimmt.

Weniger bekannt sind die Experimente des YouTubers in der „echten Welt“. So setzte er sich schon mit Kryptowährungen, Key-Trading und anderen Mechaniken auseinander. In seinem neuesten Video führt er die beliebte Spieleplattform Steam an der Nase herum. Sein Ziel (ihr ahnt es bereits) – Gewinn erwirtschaften. Mit dem An- und Verkauf von Gegenständen auf dem Steam-Communitymarkt versucht er, sein Geld zu vermehren. Aber seht selbst:

In seinem Video demonstriert The Spiffing Brit ausführlich, wie sein Plan aussieht. Er kauft einen extrem günstigen Gegenstand – in dem Fall das Gurken-Emoji „:cucumber:“ aus Deponia: The Complete Journey. Der Gegenstand kann während des Spiels freigeschaltet und dann im Steam-eigenen Chatsystem als Emoticon verwendet werden. Außerdem ist es möglich, Gegenstände dieser Art über den Communitymarkt zu verkaufen.

Marktmanipulation auf Steam – es ist einfacher, als ihr denkt

Da die Emoji-Gurken nicht sonderlich gefragt sind, standen die meisten zum Preis von etwa 3 Cent zum Verkauf – bis The Spiffing Brit kam. Indem er möglichst viele Gurken auf einmal aufkaufte, schaffte es der YouTuber, den Preis auf etwa 2,60 Euro pro Stück in die Höhe zu treiben. Nachdem er 70 Exemplare des virtuellen Gemüses erworben hatte, konnte er ein Gürkchen sogar für umgerechnet knapp 12 Euro zu verkaufen.

Allerdings warnt der YouTuber vor Investitionen dieser Art. Der Steam-Communitymarkt wird von vielen Bots kontrolliert, die sich mit ähnlichen Taktiken ein Monopol auf bestimmte Gegenstände sichern, die sie dann nach und nach zu überteuerten Preisen verkaufen. Aus diesem Grund behält The Spiffing Brit auch 69 seiner virtuellen Gurken. Einfach, weil er es kann.

Eine massive Wirkung hatte sein Video trotzdem. Noch am Tag der Veröffentlichung explodierte der Gurkenpreis auf fast zehn Euro pro Stück – also fast den fünffachen Preis, den The Spiffing Brit mit seinem Gurken-Großeinkauf bestimmte. Allein wegen dieser Unberechenbarkeit solltet ihr euch mehrfach überlegen, am Steam Communitymarkt zu investieren. Die Chance, Geld zu verlieren besteht hier ebenso wie beim Handel mit Aktien oder vergleichbaren Investmentgeschäften.

Habt ihr schon einmal etwas am Steam-Communitymarkt erworben oder verkauft? Und was haltet ihr von der demonstrativen Marktmanipulation von The Spiffing Brit? Schreibt uns eure Meinung gern via Facebook!

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