Steam

Death Trash: Wir haben das Horror-Fallout gespielt und sind verstört / begeistert

von Michael Sonntag (Freitag, 06.08.2021 - 15:11 Uhr)

Wie Fallout, nur mit hundert mal mehr Horror: Wir konnten bereits in Death Trash hineinspielen.
Wie Fallout, nur mit hundert mal mehr Horror: Wir konnten bereits in Death Trash hineinspielen.

Wer Postapokalypse, abgedrehte Charaktere und Rollenspiel-Spaß sucht, wird an der Fallout-Reihe nicht vorbeikommen. Das Problem: Die wirklich guten Teile liegen Jahre zurück und verstauben, während es kaum gute Alternativen gibt. Umso schöner ist es, wenn jemand Neues die Genre-Bühne betritt – und gleich mal darauf kotzt. Death Trash ist eklig, verstörend und schon im Early Acess extrem spaßig.

Death Trash: Herrlich eklig, aber herrlich charmant!

Was zur Hölle? Auch wenn Spieler bereits hunderte Weltuntergänge gesehen haben und sie eigentlich nichts mehr schocken sollte, ist die Ausgangslage von Death Trash schwer zu verstehen und genauso schwer zu verdauen: Während die anderen Überlebenden im von Robotern behüteten Bunker bleiben dürfen, wird der Unglückspilz namens Spieler in eine untergegangene Welt hinaus geworfen, in der sich durchgedrehte Punks mit Robotern bekriegen und überall Fleisch aus dem Boden wächst, weil vor langer Zeit anscheinend kosmische Wesen auf der Erde gelandet sind. Und nein, sofort in den Bunker zurückkehren geht nicht, das haben wir auch schon versucht.

Da euch nichts anderes übrig bleibt, müsst ihr euch also in dieser seltsamen und melancholischen Welt durchschlagen, von Dorf zu Ruine zu religiösem Schrein ziehen und herausfinden, wie ihr eine neue und alles zerstörende Bedrohung aufhalten könnt. Das Ganze steuert und spielt sich wie die ersten Fallout-Teile, also klassisch isometrisch. Für "Nur so ein Indie-Spiel" zeigt Death Trash bereits in den ersten fünf Stunden des Early Access, wie umfangreich und komplex das Rollenspiel ausfällt.

Einem Monster Freunde beschaffen, einem Typ bei einem Kotzwettbewerb helfen, einen Maschinenkern bergen – ihr stolpert von einer Quest in die andere, entdeckt dabei immer wieder neue Orte, Objekte sowie Features und geratet minütlich in Kämpfe mit Monstern, Räubern und Robotern, die allesamt unterschiedliche Angriffsmuster fahren. Unzählige Waffen, Charakter leveln, Dinge herstellen und Gespräche mit Wahnsinnigen führen – das bockt genauso wie es verstört! Und dabei haben wir noch gar nicht erwähnt, dass ihr euch dadurch heilen könnt, indem ihr das mysteriöse Fleisch esst.

Death Trash | Offizieller Steam-Trailer
  • Meinung von Michael Sonntag:

Death Trash macht Laune: Das Erkunden und Sammeln macht Spaß, die Kämpfe bewegen sich zwischen Rambo-cool und fordernd-schwer, die verstörende Welt ist liebevoll gestaltet und sprüht voller Details. Und dabei besteht das Ganze nur aus wenigen Pixeln! Der Schein kann täuschen, aber unter der Grafik steckt ein modernes RP-Gameplay. Der Early Access hat mich überzeugt, ich möchte mehr davon sehen und dann kann ich auch sagen, ob auch der Langzeitspielspaß gesichert ist.

Fallout mit verstörendem Horror – das Genre braucht mehr solcher brutalen Schläge, das zuvor nur von Fallout beherrscht wurde und das über die Jahre immer schlechter und generischer. Und Death Trash bleibt trotz seines ganzen Ekels charmant, etwas, das man nur versteht, wenn man sich mit den Einwohnern dieser im Stich gelassenen Welt kabbelt. Oder einem traurigen Betrunkenen ein neues Haustier schenkt.

Die Must Plays im August

Death Trash wurde innerhalb von sechs Jahren vom deutschen Entwickler Crafting Legends produziert, der aus einem vier Personen starken Team besteht. Der Early Access startete am 5. August auf Steam und soll vermutlich ein Jahr andauern, bis das Spiel mithilfe des Fan-Feedbacks bearbeitet vollständig erscheinen wird. Das fertige Spiel soll laut den Entwicklern dann über 20 Stunden Spielzeit liefern – das im lokalen Koop-Modus und vielleicht auch online.

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