Videospielkultur

Kult-Rapper legt sich mit Atari an – Ergebnis ist zum Fremdschämen

von Gregor Elsholz (Dienstag, 24.08.2021 - 16:26 Uhr)

Peinlich, peinlich: Ein exzentrischer Rapper dachte, dass ihm Atari gehören würde. (Bildquelle: Alihan Usullu, Getty Images)
Peinlich, peinlich: Ein exzentrischer Rapper dachte, dass ihm Atari gehören würde. (Bildquelle: Alihan Usullu, Getty Images)

Rapper Soulja Boy hat sich bereits als neuer Besitzer des Gaming-Unternehmens Atari gerühmt, doch die kuriose Geschäftsbeziehung ist nun auf spektakuläre Art und Weise öffentlich auseinandergefallen. Ein bizarres Missverständnis, das schon beim Hinschauen wehtut.

Rapper Soulja Boy ist in der Vergangenheit innerhalb der Gaming-Industrie vor allem mit unerlaubt abgekupferten Spielekonsolen aufgefallen, die er unter der Marke Soulja Electronics verkaufen wollte. Nun hat der exzentrische Rapper in der Branche erneut für Aufsehen gesorgt – mit der Behauptung, dass er der neue Besitzer von Atari sei. Auf eine deutliche Klarstellung des Unternehmens reagierte er der grotesken Situation entsprechend – völlig unangemessen.

Soulja Boy wäre gerne Ataris neuer CEO

Soulja Boy veröffentlichte letzte Woche auf seinem Instagram-Account ein Video, in dem er einen Deal mit Atari bekanntgab, der ihn seiner Auffassung nach zum Besitzer des Unternehmens machen würde. Atari jedoch veröffentlichte als Reaktion kurz darauf einen Tweet und bestätigte darin, dass Wade Rosen weiterhin der CEO sei.

Soulja Boys Reaktion auf die Zurückweisung fiel mehr als nur unflätig aus: In seinem folgenden Video beleidigte er das Unternehmen Atari sowie die Angestellten dort und hielt seinen Vertrag in die Kamera. Tatsächlich handelt es sich bei diesem Vertrag jedoch anscheinend keineswegs um die CEO-Position, sondern laut YouTuber YongYea wohl eher um eine Marketing-Rolle, für die Soulja Boy mit Atari-Tokens, einer Cryptowährung, bezahlt werden sollte. (Quelle: YouTube, Twitter)

Es ist davon auszugehen, dass diese Marketing-Beziehung tendenziell nach dieser Tirade keine Zukunft mehr hat. Woher die Summe der 140 Millionen US-Dollar kommt, für die Soulja Boy Atari laut seines ersten Videos weiterverkaufen wollte, ist dagegen nicht ganz klar.

Rapper verkauft weiter Emulator-Konsolen

Nach seinem lautstarken Ausraster hat sich Soulja Boy anscheinend wieder seinem Hobby zugewendet, absurd-dreiste Emulator-Konsolen zu Mondpreisen zu verkaufen. In der Vergangenheit hat dies bereits immer wieder zu Konflikten geführt, da die Praxis von etablierten Gaming-Giganten wie Nintendo nicht gerne gesehen wird – und Soulja Boy selbstverständlich im Vorhinein keinerlei Rechteabsprachen durchgeführt hat.

In unserem Video zeigen wir euch, was wir in der Redaktion im August zocken:

Die Must Plays im August

Frühere Versuche von Soulja Boy, mit dieser Masche in der Industrie Fuß zu fassen, sind jeweils kaum überraschend krachend gescheitert und meistens haben Kunden entweder kein Produkt oder einen minderwertigen Artikel erhalten. Von daher sollte in jeder Hinsicht von diesen Konsolen Abstand genommen werden.

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