Videospielkultur

Gaming-Verbot: China stellt harte Regeln auf

von Nathan Navrotzki (Dienstag, 31.08.2021 - 13:36 Uhr)

In China sollen Kinder zukünftig weniger Zeit mit Videospielen zubringen. (Bildquelle: Getty Images / monkeybusinessimages, Nestea06)
In China sollen Kinder zukünftig weniger Zeit mit Videospielen zubringen. (Bildquelle: Getty Images / monkeybusinessimages, Nestea06)

Die chinesische Regierung will neue Regelungen für Kinder und Jugendliche einführen, durch die sie weniger Videospiele spielen sollen. Warum und wie sehr soll der Zugang zu Videospielen nun eingeschränkt werden?

China stellt harte Regeln auf

Videospiele sind in China ein heikles Thema und werden es wohl auch in absehbarer Zukunft bleiben, wie eine neue Regelung vermuten lässt. The National Press and Publication Administration (NPPA) ist in China für Themen wie Gaming und Onlinemedien zuständig und und will nun nämlich neue Regeln für Kinder und Jugendliche einführen, die ihre Spielzeit stark einschränken sollen.

So soll es Personen unter 18 Jahren nur noch erlaubt sein am Freitag, Samstag und Sonntag jeweils eine Stunde spielen zu können – von 8 bis 9 Uhr abends. Insgesamt sind Minderjährigen also nur noch drei Stunden die Woche in ihren Lieblingsspielen vergönnt. Feiertage bilden keine Ausnahme. Das heißt: Keine stundenlangen Fortnite-Sessions in den Sommerferien und keine Minecraft-Nachmittage nach der Schule mehr. (Quelle: South China Morning Post)

Die Ausführung der neuen Regeln liegt allein in den Händen Chinas größter Gaming-Unternehmen. So sollen Tencent und Co. Spieler und Spielerinnen dazu bringen sich mit ihrem echten Namen anzumelden und einzuloggen, sodass ihre aktive Spielzeit besser getrackt werden kann. Tencent stimmte der neuen Regelung bereits zu und versprach diese so schnell wie möglich zu implementieren.

Erst vor wenigen Wochen machte Technik-Riese Tencent auf sich aufmerksam, weil es über 60 Spiele mit einer Gesichtserkennung ausgestattet hat um Kindern nächtliches Zocken zu verbieten:

Wozu das Ganze?

Die neue Regelung soll vor allem Videospielsucht bei Jugendlichen vorbeugen. Ein Regierungssprecher meint dazu im chinesischen Media Outlet Xinhua:

„Viele Eltern berichten, dass sich Videospielsucht bei Jugendlichen und Kindern negativ auf ihre Fähigkeit zu Lernen als auch auf ihre körperliche und mentale Gesundheit auswirkt, was sogar zu einer Reihe gesellschaftlicher Probleme führt.“

Angeblich wirken sich Videospiele also immer häufiger negativ auf Schüler und Schülerinnen aus. Die strengen Regelungen seien demnach also eine Antwort auf ein Problem, das die Regierung als schwerwiergend einzustufen scheint.

Chinesische Kinder sollen in Zukunft nur noch drei Stunden die Woche Videospiele spielen um sich besser auf die Schule konzentrieren zu können. Empfindet ihr die Entscheidung als nachvollziehbar oder doch etwas streng im Angesicht dessen, dass Videospiele auch zum Stressabbau dienen können?

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