Life Is Strange: True Colors

Life is Strange: Es hagelt Kritik, aber ums Spiel geht es dabei nicht

von Daniel Hartmann (Montag, 13.09.2021 - 13:05 Uhr)

Life is Strange: True Colors wird von der chinesischen Steam-Community stark kritisiert. (Bild: Square Enix)
Life is Strange: True Colors wird von der chinesischen Steam-Community stark kritisiert. (Bild: Square Enix)

Die „Life is Strange“-Spiele sind etwas für Fans von emotionalen Geschichten. Das gilt natürlich auch für den neusten Teil True Colors. Es gibt zwar Kritik an der etwas zu kurz geratenen Geschichte oder dem Fehlen von 60 FPS auf Next-Gen-Konsolen, doch wird das Spiel wegen einer kleinen Flagge regelrecht gehasst.

Life is Strange zeigt Flagge – für Einige aber die Falsche

Life is Strange: True Colors ist erst vor wenigen Tagen erschienen, doch hagelt es von chinesischen Spielern bereits negative Steam-Reviews. Protagonistin Alex besucht im Verlauf des Spiels in Geschäft im Ort Haven Springs das den Namen „Treasures of Tibet“ trägt. Über dem Eingang weht eine tibetische Flagge. Diese Flagge wurde als Zeichen der Unabhängigkeitsbewegung in Tibet benutzt und ist in China verboten.

Life is Strange: True Colors | Erstes Gameplay zeigt Alex' Kräfte in Aktion

Auf Steam gibt es nun zahlreiche negative Bewertungen, die sich genau auf diese Flagge beziehen. (Quelle: Steam). Die Flagge wird von den chinesischen Spielern und Spielerinnen als ein Zeichen des Widerstandes gegen die chinesische Regierung gesehen und sie werfen den Entwicklern vor eine politsche Meinung zu vertreten und zu fördern, die sich gegen China richtet. Dem verantwortlichen Studio Deck Nine Games wird vorgeworfen, mit dieser Flagge „die Abspaltung Tibtes von China zu implizeren“. „Tibet ist ein Teil von China“ wird stetig in den Steam-Reviews wiederholt.

Filtert ihr die chinesischsprachigen Bewertungen raus, ergibt sich ein deutlich positiveres Meinungsbild zu True Colors. Die negativen Bewertungen haben auch nichts mit dem Spiel direkt zu tun, sondern mit speziellen politischen Ansichten. Entwickler Deck Nine Games hat sich zu der Situation noch nicht geäußert.

Review-Bombing bei True Colors ist kein Einzelfall

Im Jahr 2019 entfernte Steam das Horror-Spiel Devotion aus dem Store, nachdem es massive Kritik durch die chinesische Community gegeben hat. Das Spiel soll sich über das chinesische Staatsoberhaupt lustig gemacht haben. Review-Bombing ist allerdings nicht immer politisch motiviert, so wurde beispielsweise Nier: Automata wegen einer fehlenden chinesischen Sprachausgabe mit negativen Bewertungen überhäuft.

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