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Twitch: Neue Funktion soll euch vor Hate schützen

von Jasmin Peukert (Freitag, 01.10.2021 - 14:29 Uhr)

Twitch: Neues Feature soll vor Hate-Raids schützen. (Bildquelle: Siberian Photographer, Getty Images / jegesvarga, Getty Images)
Twitch: Neues Feature soll vor Hate-Raids schützen. (Bildquelle: Siberian Photographer, Getty Images / jegesvarga, Getty Images)

Twitch führt endlich ein Feature ein, das Streamer gegen Bot-Hasskampagnen schützen soll. Mit einer neuen Account-Verifizierung können User ihren Chat besser kontrollieren und Zuschauer einfacher blockieren.

Update vom 1. Oktober, 12 Uhr 30

Streamer haben in den letzten Wochen verstärkt auf das schwelende Problem von Hasskampagnen auf Twitch hingewiesen – doch die Plattform hat lange Zeit nicht adäquat darauf reagiert. Nachdem Anfang September sogar ein Streik stattgefunden hat, reagiert Twitch nun doch: Eine neue Account-Verifizierungsoption soll Streamern bessere Kontrolle über den Chat ermöglichen.

Mit dem neuen Feature können Streamer zunächst eine Account-Verifizierung von Zuschauern per Telefonnummer oder E-Mail-Adresse fordern, bevor sie am Chat teilnehmen dürfen. Somit sollen Bots ausgeschlossen und sogenannte Hate-Raids verhindert werden können. Außerdem soll es das punktuelle Blockieren von Chat-Teilnehmern vereinfachen. (Quelle: Twitch)

Update vom 3. September, 11 Uhr 30

Twitch: Streik sorgte für weniger Zuschauerzahlen

Mit der Kampagne #ADayOffTwitch riefen zahlreiche Streamer zum Streik am 1. September auf. Sie sind frustriert über die Untätigkeit der Plattform bei wichtigen Punkten. Dazu zählt zum Beispiel das Versäumnis, angemessene Maßnahmen zur Verhinderung großer Belästigungskampagnen gegen Streamer zur Verfügung zu stellen.

Jetzt, kurze Zeit später, zeigt sich, dass der Streik tatsächlich Wirkung zeigte. Laut der Streaming-Analyse von CreatorHype verzeichnete Twitch am 1. September fast eine Million weniger Zuschauerstunden und mehr als 17.000 Live-Kanäle weniger.

Zum Vergleich: Am 25. August, eine Woche vor dem Protest, konnte Twitch 4.083.518 Zuschauerstunden und 189.472 Live-Kanäle verzeichnen. Am 1. September waren es 3.456.576 Zuschauerstunden und 171.682 Live-Kanäle.

Diese Zahlen wurden um die Mittagszeit eines jeden Tages ermittelt. Sie können daher nicht den Zuschauerrückgang des ganzen Tages widerspiegeln, dennoch spricht CreatorHype von einem Verlust von 5 - 15 %.

Wie geht es weiter?

Am 20. August 2021, ein paar Tage vor dem Streik, meldete sich Twitch zu Wort. „Niemand sollte böswilligen und hasserfüllten Angriffen ausgesetzt sein“, so das Unternehmen. „Wir möchten, dass Sie wissen, dass wir hart daran arbeiten, Twitch zu einem sichereren Ort für Schöpfer zu machen“, hieß es weiter.

Bisher gibt es seitens Twitch keine Stellungnahme zu den Einbußen. Ob der Streik am Ende tatsächlich Wirkung gezeigt hat, bleibt abzuwarten.

Twitch-Streamer sind richtig sauer und planen groß angelegten Streik

Die Kritik an Twitch wird immer lauter. Streamer sind frustriert über die Untätigkeit der Plattform bei wichtigen Punkten. Insbesondere die jüngsten Fälle von Plugin-Doxxing, so nennt man es, wenn private Daten unerlaubt im Netz landen, und das Versäumnis, angemessene Maßnahmen zur Verhinderung großer Belästigungskampagnen gegen Streamer zur Verfügung zu stellen, bringt Nutzer jetzt dazu, zum Streik aufzurufen.

Unter dem Hashtag „ADayOffTwitch“ haben sich einige Streamer zusammengeschlossen. Ihr Ziel ist es, so viele wie möglich dazu zu bringen, Twitch am Streiktag fernzubleiben. So möchten sie zeigen, wie viel Macht organisierte Streamer über die Plattform haben können – möglich, dass am 1. September 2021 also nicht viel los ist.

Twitch: Wie sieht die Zukunft aus?

Trotz der vielen Probleme ist Twitch eine wichtige Plattform, weil sie viele Möglichkeiten bietet und Ideen auf eine Art und Weise präsentiert, die man bei der Konkurrenz selten sieht. Es ist schwer vorherzusagen, welche kreativen Dinge Streamer in Zukunft mit der Plattform anstellen könnten.

Twitch hat in der Vergangenheit bereits positive Veränderungen vorgenommen, darunter die Einführung eines weniger aufdringlichen Werbesystems für Twitch-Zuschauer. Nichtsdestotrotz sind für viele Streamer das Verhalten von Twitch und die Reaktionen auf Kritik jedoch inakzeptabel, und wenn der Streik die Probleme nicht löst, werden sie eventuell gezwungen sein, sich nach einer Alternative umzusehen.

Ihr streamt selbst und braucht Inspiration? Wir helfen euch:

Die Must Plays im August

Die größten Probleme der Plattform sind weiterhin ungelöst und es wird spannend zu sehen, ob und wie die das Unternehmen auf diesen Streik reagieren wird.

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