Videospielkultur

Activision-Skandal: Nach PlayStation und Xbox fällt auch Nintendo ein Urteil

von Nathan Navrotzki (Mittwoch, 24.11.2021 - 17:00 Uhr)

Mit Nintendo stellen sich nun alle drei Konsolenhersteller gegen Activision Blizzard. (Bild: Nintendo, Activision Blizzard)
Mit Nintendo stellen sich nun alle drei Konsolenhersteller gegen Activision Blizzard. (Bild: Nintendo, Activision Blizzard)

Der Trubel rund um Activision Blizzard und seine Chefetage lässt nicht nach. Nachdem PlayStation und Xbox sich gegen das Unternehmen positioniert haben, folgt nun auch noch Nintendo. Der Skandal soll auch Konsequenzen mit sich ziehen.

Nintendo äußert sich zur Activision-Situation

Als Reaktion auf den Sexismus-Skandal bei Acivision Blizzard, meldet sich nun auch der Präsident von Nintendo of America zu Wort. Laut neuesten Berichten kam es nämlich nicht nur vermehrt zu ungleicher Behandlung von weiblichen Mitarbeiterinnen im Konzern, sondern auch zu sexueller Belästigung und Nötigung, von der Activison-Chef Bobby Kotick gewusst haben soll. (Quelle: The Wall Street Journal)

Doug Bowser hat deswegen vergangene Woche eine Mail an alle Nintendo-Angestellten geschickt, in der er die aktuelle Situation adressiert:

„So wie ihr alle, habe auch ich die neuesten Entwicklungen um Activision Blizzard sowie die andauernden Meldungen von sexueller Belästigung, und den toxischen Umständen im Unternehmen, verfolgt. Ich empfinde diese Berichte als erschütternd und verstörend, sie gehen gegen meine Werte sowie gegen Nintendos Überzeugungen, Werte und Richtlinien.“

Damit stellt sich der US-amerikanische Präsident von Nintendo klar gegen die Geschehnisse bei Activision Blizzard. Im weiteren Verlauf der Mail heißt es, Nintendo sei im Kontakt mit Activision, hätte Maßnahmen getroffen und überlege sich weitere. Was genau das heißt, ist bisher unklar. Vermutlich werden ähnliche Konsequenzen wie bei PlayStation gezogen. (Quelle: Fanbyte)

Was meinen PlayStation und Xbox dazu?

Auch PlayStations Jim Ryan hat sich direkt an Activision gewendet und wurde anscheinend enttäuscht. In einer firmeninternen Mail heißt es nämlich, dass Activisions Erklärungen der Situation nicht gerecht werden. Kurz darauf verschwand Call of Duty: Vanguard aus dem Reiter „Vorgestellt“ auf der PlayStation-Startseite.

Mehr dazu könnt ihr hier nachlesen:

Auch Xbox-Chef Phil Spencer stellt sich klar gegen Activision Blizzard. In einer Mail an seine Angestellten bezieht er Stellung und meint, dass ein solches Verhalten keinen Platz in der Spieleindustrie hat. Auch er verspricht darin, dass die Situation Konsequenzen für Activision Blizzard haben wird. (Quelle: Kotaku)

Was die Unternehmen genau planen, um Activision Blizzard abzustrafen, ist noch unklar. Die Konzerne wollen aber anscheinend alle ein Zeichen gegen sexuelle Übergriffe und frauenfeindliches Verhalten setzen.

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