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Minecraft: NFT-Projekt prellt Spieler um 1,2 Millionen US-Dollar

von Gregor Elsholz (Montag, 31.01.2022 - 12:20 Uhr)

Minecraft: NFT-Projekt Blockverse sorgt für Shitstorm. (Bildquelle: Mojang / g-stockstudio, Getty Images)
Minecraft: NFT-Projekt Blockverse sorgt für Shitstorm. (Bildquelle: Mojang / g-stockstudio, Getty Images)

Das Minecraft-NFT-Projekt Blockverse ist nach kürzester Zeit krachend gescheitert – allerdings erst nachdem die Betreiber satte 1,2 Millionen US-Dollar durch NFT-Verkäufe eingenommen haben. Spieler und Investoren stehen jetzt mit leeren Händen da.

Nur wenige Tage nachdem das inoffizielle Minecraft-Projekt Blockverse NFTs für rund 1,2 Millionen US-Dollar verkaufen konnte, hat das Team seinen Spiel-Server, Discord-Channel und seine Website offline genommen und damit Spielern vor den Kopf gestoßen. Eine verspätete und äußerst fadenscheinige Erklärung der Betreiber schafft es nicht, die Wogen zu glätten.

Inoffizielles Minecraft-Projekt macht dicht

Das Projekt Blockverse hat Spielern einen exklusiven Minecraft-Server versprochen, der nur für Besitzer eines Blockverse-NFTs zugänglich sein sollte. Insgesamt wurden 10.000 NFTs für umgerechnet rund 1,2 Millionen US-Dollar verkauft – und das innerhalb von nur acht Minuten. Allerdings wurde das Projekt innerhalb kürzester Zeit wieder eingestampft – Server, Discord-Channel und Website wurden offline geschaltet. (Quelle: PCGamer)

Nach einer tagelangen Funkstille meldeten sich die Blockverse-Betreiber zu Wort: Das Projekt sei rechtmäßig und nicht als Betrug angelegt gewesen, doch nachdem Beschwerden über NFT-Transaktionsgebühren und Spielerbegrenzungen des Servers eingegangen waren und die Stimmung im Discord-Channel umgeschlagen war, reagierte das Team panisch und nahm das Projekt und die Kommuniktationswege offline.

NFTs: Böses Erwachen für Gamer und Investoren

Laut den Betreibern sei der Plan noch immer, das Blockverse-Projekt wieder hochzufahren und dabei möglicherweise die Kontrolle des Servers an Community-Mitglieder abzugeben – die ursprünglich erwirtschafteten 1,2 Millionen US-Dollar wolle das Team allerdings behalten.

Angesichts der Vorkommnisse ist es keine große Überraschung, dass viele Kommentatoren auf Twitter unter dem letzten Post keinesfalls von einer guten Absicht des Blockverse-Teams überzeugt sind.

Für viele ist das Minecraft-Fiasko aber ohnehin zu erwarten gewesen: NFTs gelten berechtigterweise als ein extrem riskanter Trend, der bereits in der Vergangenheit zahlreiche Betrugsfälle hervorgebracht hat. Für Gaming hat die Krypto-Bewegung bislang jedenfalls noch nichts Positives erreicht – sondern bringt stattdessen reichlich Grund zur Sorge mit sich.

Was genau sind NFTs? Wir erklären es euch hier im Video:

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Ein inoffizielles NFT-Projekt zieht den Zorn von Minecraft-Spieler auf sich: Betreiber hatten einen exklusiven Server versprochen, haben das Projekt aber nach dem Verkauf von 10.000 NFTs offline genommen.

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