Videospielkultur

EA will wohl gekauft werden: Schluss mit Lootboxen und unfertigen Spielen?

von Martin Hartmann (Montag, 23.05.2022 - 13:01 Uhr)

Electronic Arts spricht angeblich mit Interessenten über einen Kauf. (Bildquelle: EA/ Getty Images/ AaronAmat)
Electronic Arts spricht angeblich mit Interessenten über einen Kauf. (Bildquelle: EA/ Getty Images/ AaronAmat)

Der Gaming-Markt wird immer profitabler und große Publisher gehen auf Einkaufstour, um ihre Konkurrenz zu schlucken. Jetzt gibt es Berichte, dass Electronic Arts selbst gerne gekauft werden würde. Werden Spiele wie FIFA und Battlefield jetzt also wieder besser?

Einmal EA, bitte! Publisher sucht wohl einen Käufer

Electronic Arts ist bekannt für die Reihen FIFA und Battlefield und dann natürlich auch für seinen legendär schlechten Ruf in der Gaming-Community. Ein Bericht der amerikanischen Website Puck legt jetzt nahe, dass sich auch der Publisher selbst nach Veränderung sehnt. So habe es bereits mehrere Gespräche mit großen Medienkonzernen gegeben, um über einen Kauf oder eine Fusion zu verhandeln.

Potenzielle Käufer seien unter anderem Disney, Apple und Amazon gewesen. Am weitesten sei die Fusion mit NBCUniversal vorangeschritten. Letztendlich scheiterte das Vorhaben allerdings am Preis. Vor allem der Kauf von Activision durch Microsoft habe EA von der jetzigen Strategie überzeugt. Es gibt jedoch auch Stimmen, wonach der Publisher eine Fusion bevorzugen würde, die es auch CEO Andrew Wilson ermöglichen würde, seinen Job zu behalten. Der Bericht verrät, dass aktuell kein Deal in Arbeit ist. EA will wohl aber auch noch nicht aufgeben. (Quelle: Puck)

EA sieht strahlende Zukunft vor sich

Gegenüber Kotaku erklärt EA in einem Statement, dass sich der Publisher nicht zu Gerüchten und Spekulationen äußern wird:

„Wir sind stolz darauf, aus einer Postion von Stärke und Wachstum heraus zu arbeiten, mit einem Portfolio von fantastischen Spielen, mit starken IPs, die von unglaublich talentierten Teams entwickelt werden und mit einem Netzwerk von mehr als einer halben Milliarde Spielern. Wir sehen eine strahlende Zukunft vor uns.“

Wie es im Angesicht des Verlustes einer milliardenschweren Lizenz wie FIFA und eines teuren Rundumfehlschlags wie Battlefield 2042 eine Position von Wachstum und Stärke sein kann, von der EA aus operiert, sei dahingehestellt.

(Quelle: Kotaku)

Meinung von Martin Hartmann
EA unter einer neuen Führung könnte nach langer Zeit auch mal wieder zu guten Spielern und nicht nur zu klingelnden Kassen im EA-Hauptquartier führen. Es ist sicherlich kein Zufall, dass der notorisch unbeliebte Publisher gerade jetzt einen Kauf oder eine Fusion anstrebt. Die Zusammenarbeit mit FIFA ist vorbei, Battlefield 2042 ist ein brennendes Wrack und auch die exklusive Star-Wars-Lizenz geht bald flöten. Beliebte Spielereihen bis auf den letzten Cent auszuquetschen, scheint nicht mehr so profitabel zu sein, wie es mal war.

Eine neue starke Stimme in der Entscheidungsfindung ist also genau das, was EA jetzt braucht. Jemand, der ihnen sagt, dass ihr Image vielleicht nicht vollkommen egal ist und dass sie doch vielleicht auch gute Spiele machen könnten. Es ist vielleicht ein Wunschtraum, dass Mikrotransaktionen vollkommen verschwinden werden. Allerdings ist es durchaus möglich, dass derart exzessive und ausbeuterische Monetarisierung, wie wir sie bisher gewohnt sind, endlich der Vergangenheit angehören könnten. Komm schon EA, gib uns diese strahlende Zukunft!

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