Fans raffen es nicht: Sonic-Frontiers-Entwickler reagiert auf Kritik

von Sanel Rihic (Dienstag, 14.06.2022 - 12:20 Uhr)

Das hören Spieler nicht zum ersten Mal. (Bild: Sega / Getty Images - airdone)
Das hören Spieler nicht zum ersten Mal. (Bild: Sega / Getty Images - airdone)

In einem Interview mit VGC geht Takashi Iizuka, Leiter des Sonic-Teams, auf das negative Fan-Feedback zu Sonic Frontiers ein. Seiner Ansicht nach verstehen Spieler nicht, dass das eine neue Art von Gameplay ist.

Sonic Frontiers: Kritik überrascht Studio-Chef nicht

Nach dem ersten Gameplay-Material kamen gemischte Reaktionen aus der Community. Weitere Videos senkten die Stimmung und Fans kritisieren insbesondere die leere Open World und schwebenden Grind-Schienen, die sich unnatürlich in den Rest einfügen würden; aber auch der Grafikstil kann auf nur wenig Gegenliebe stoßen. Danach trendete sogar kurrzeitig #DelaySonicFrontiers auf Twitter.

Zu einer Verschiebung wird es aber nicht kommen, stellt Studio-Chef Takashi Iizuka in einem Interview mit Video Games Chronicle klar. Die Kritik der Fans sei für ihn keine Überraschung. Im Gegenteil:

„Uns ist klar, dass alle nur auf die Videos reagieren, die sie gesehen haben, und weil sie das neue Gameplay nicht verstehen, vergleichen sie es mit anderen Spielen, die sie bereits kennen.“ (Quelle: VGC)

Iizuka verspricht eine gänzlich neue Erfahrung für Sonic-Fans. Ihm zufolge ist Sonic Frontiers kein Open-World-Spiel, er spricht von einem Open-Zone-Format.

„Und dieses neue Spielsystem selbst ist etwas, das es in keinem anderen vergleichbaren Titel gibt, also hoffen wir wirklich, dass wir von hier an bis zur Veröffentlichung erklären können, was Open-Zone-Gameplay wirklich ist.“ (Quelle: VGC)

Das Team habe von Spieletestern bereits viel positives Feedback erhalten. Deshalb sei das Sonic-Team bald an dem Punkt angelangt, „an dem das Spiel fertig ist und die Leute es mögen werden.“

Sonic Frontiers soll noch dieses Jahr für PC und Konsole erscheinen.

Die alte Leier: Fans verstehen angeblich nichts

Studio-Leiter Takashi Iizuka meint das vermutlich nicht böse, dennoch haben solche Aussagen in der Vergangenheit die Situation nie wirklich besser gemacht.

Sonic Gameplay-Teaser

Anfang dieses Jahres meldete sich Ubisoft zur NFT-Kontroverse in Ghost Recon: Breakpoint und reagierte ähnlich: „Na ja, es war eine Reaktion, die wir erwartet haben. Wir wissen, dass es kein einfach verständliches Konzept ist.“ Hinterher fiel zudem: „Aber sie verstehen es einfach noch nicht.“

Auch EA begegnete viel Kritik, als dem Trailer zu Battlefield 5 historische Ungenauigkeit, genauer eine Frau mit Armprothese an der Front, vorgeworfen wurde. Der entgegnete der ehemalige EA-Chef Patrick Söderlund so:

Diese Menschen sind ungebildet – sie verstehen nicht, dass dies ein plausibles Szenario ist. […] Du hast die Wahl: Akzeptier es oder kauf das Spiel nicht!“ (Quelle: Game Developer)

Sowohl Ubisoft als auch EA sind mit ihren Aussagen auf die Nase gefallen. Hinterher waren Spieler nämlich noch verärgerter. Mal sehen, ob dem Sonic-Team das Gleiche widerfährt oder Fans Iizukas Aussage lockerer aufnehmen.

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