Nintendo Switch

YouTuber in Bedrängnis: Nintendo fährt die schweren Geschütze auf

von Robert Kohlick (Freitag, 17.06.2022 - 16:41 Uhr)

Nintendo lässt mal wieder seine Anwälte auf die eigenen Fans los. (Bild: spieletipps)
Nintendo lässt mal wieder seine Anwälte auf die eigenen Fans los. (Bild: spieletipps)

Wenn es um die fremde Nutzung ihres geistigen Eigentums geht, versteht Nintendo keinen Spaß. Immer wieder mahnen Anwälte engagierte Fanprojekte ab und schieben treuen Spielern einen Riegel vor, wenn sie sich an den Marken des Unternehmens bedienen wollen. Auch YouTube-Musiker sind vor Nintendos Holzhammer-Methoden nicht gefeit.

Nintendo schiebt Musik-YouTuber einen Riegel vor

Kein anderes Gaming-Unternehmen geht so rigoros gegen die eigene Fanbase vor wie Nintendo. Unzählige Fanprojekte, die auf bekannten Marken des Konzerns basieren, wurden bereits von Nintendos Anwälten abgemahnt und kurz darauf von den Entwicklern eingestellt. Egal ob Pokémon, Mario oder Metroid – Nintendo schützt seine IPs mit aller Härte.

Das bekam auch YouTuber SynaMax zu spüren, der auf seinem Channel des öfteren selbst gemachte Remixes oder Cover bekannter Songs hochlädt – unter anderem auch von Metroid Prime. Das rief Nintendos Rechtsabteilung auf den Plan. Wie er in einem kurzen Video schildert, meldete sich ein Anwalt des Unternehmens bei ihm am 31. Mai 2022 telefonisch und verlangte, dass er 9 seiner Videos offline nimmt. Diese enthielten unter anderem kopiergeschütztes Soundmaterial aus den Metroid-Spielen.

SynaMax setzte die Forderung Nintendos zwar prompt um, fühlt sich vom Unternehmen jedoch irgendwie im Stich gelassen:

„Ich bin wirklich enttäuscht von Nintendo, dass sie mich zwingen, diese Videos zu löschen, weil sie Zwangslizenzen verlangen.

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Warum wählt Nintendo nicht einen anderen Weg?

SynaMax erwähnt im Video, dass er sich aufgrund dieser Einschränkung nicht mehr in der Lage sieht, neue Musikstücke und Remixes zu erstellen, die auf Metroid Prime oder anderen Nintendo-Spielen basieren. SynaMax gesteht zwar ein, dass Nintendo durchaus das Recht hat, seine Videos offline nehmen zu lassen, wünscht sich aber dennoch, dass das Unternehmen dieses Problem liberaler angehen würde.

So nennt er etwa einige Beispiele seiner Remixes, die ebenfalls vom Content-ID-System als Kopien erkannt, vom Urheberrechtsinhaber anschließend jedoch lediglich demonetarisiert wurden. Diese Videos stehen weiterhin auf YouTube zur Verfügung – nur verdient SynaMax keinen einzigen Cent mit ihnen. Das ist seiner Meinung nach auch vollkommen in Ordnung, da er lediglich will, dass seine Zuschauer die Möglichkeit erhalten, seine Musik zu hören – das Geld spielt in diesem Fall keine Rolle.

Für Nintendo-Fans dürfte diese Geschichte jedoch wieder ein klares Signal sein: Wer sich an unseren Marken vergreift, verbrennt sich die Finger.

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