Battlefield 2042

Nach Skandal: EA-Chef verdient nur noch die Hälfte – trotzdem ein Vermögen

von Sanel Rihic (Dienstag, 21.06.2022 - 13:50 Uhr)

Keine Sorge, er kommt gerade noch so über die Runden. (Bild: EA)
Keine Sorge, er kommt gerade noch so über die Runden. (Bild: EA)

Andrew Wilson, CEO von Electronic Arts, erhielt im vergangenen Jahr eine Skandal-Summe von knapp 40 Millionen US-Dollar ausgezahlt. Nachdem sich die Mehrheit der Aktionäre gegen derart gewaltige Summen ausgesprochen hat, halbiert sich Wilsons diesjähriger Lohn, was vielleicht auch an der schlechten Performance von Battlefield 2042 und dem Verlust der FIFA-Lizenz liegen könnte.

Trotzdem fast 20 Millionen verdient: EA-Chefs Gehalt gekürzt

Eine Gehaltskürzung kündigte man bereits vergangenes Jahr an, nachdem sich EAs Aktionäre in einer nicht bindenden Abstimmung über die Gehälter mit einer knappen Dreiviertel-Mehrheit die hohen Bonuszahlungen kritisierten. (Quelle: GamesIndustry.biz) Die Führungsetage, darunter Wilson, erhält ihr Einkommen durch eine Mischung aus Lohn, Prämien und Aktienzuteilungen, von denen einige erst nach Jahren übertragen werden und an die Performance des Unternehmens gebunden sind. Für Andrew Wilson war die Konsequenz eine Kürzung von 39,2 Millionen US-Dollar auf 19,9 Millionen US-Dollar.

Andrew Wilson stand mit seinem vorherigen Gehalt auf Platz 16 der überbezahltesten CEOs weltweit. Mit fast 20 Millionen US-Dollar dürfte er in der Liste ordentlich heruntergerutscht sein. (Quelle: As You Sow) Das ist aber immer noch ein gewaltiges Vermögen, keine Frage. Übrigens: Der Durchschnitts-Angestellte bei EA bekommt im Jahr etwa 115.000 US-Dollar. (Quelle: Axios)

Auch Battlefield 2042 und Verlust der FIFA-Lizenz

Sicherlich war das Nein-Votum der Hauptgrund für die Gehaltskürzung, dennoch kann man spekulieren, ob nicht auch Bonus-Faktoren – um es in EAs Jargon auszudrücken – entscheidend waren. Es darf nämlich nicht außer Acht gelassen werden, dass EA in den vergangenen Monaten einige Rückschläge erleiden musste. Zwar performt FIFA 22 außerordentlich gut, aber Electronic Arts muss für die nächsten Fußballspiele auf einen anderen Namen ausweichen, denn die FIFA-Lizenz besitzt das Unternehmen nicht mehr.

Und dann ist da noch Battlefield 2042 ... Der EA-Shooter dümpelt seit dem desaströsen Launch nur so vor sich hin. Immer wieder wird dem Spiel der Tod prophezeit, auch wenn Electronic Arts das Gegenteil versichert.

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Trotz der enormen Kürzung haben anscheinend EAs bestbezahlte Führungskräfte, die seit 2021 im Unternehmen sind, einen kleinen Bonus auf das Grundgehalt erhalten. Bei Wilson war es eine Erhöhung von 3,2 Prozent auf 1,3 Millionen US-Dollar.

Auch die SOC Investment Group (ehemals CtW Investment Group), die Unternehmen und ihre Führungskräfte für unverantwortliche und unethische Handlungen zur Verantwortungen zieht, bemängelte in der Vergangenheit EAs Prämienabhängigkeit. Zuletzt hat sie erneut gegen Activision Blizzard gefeuert und Aktionäre aufgefordert gegen die Wiederwahl der Führungsetage zu stimmen, darunter auch Robert „Bobby“ Kotick. (Quelle: SOC Investment Group)

Nach Lohnkürzung: EA-Chef kann womöglich bei Diablo Immortal nicht mehr mithalten

Apropos Activision Blizzard: Kürzlich veröffentlichte das Unternehmen mit über-überbezahlten Führungskräften das Mobile-Spiel Diablo Immortal, welches eine der niedrigsten Nutzerwertungen aller Zeiten hat.

Das liegt vor allem an Pay-to-win-Mechaniken, die ein Streamer erst kürzlich zur Schau stellte. Er verballerte mehr als 15.000 US-Dollar, um einen 5-Sterne-Edelstein zu bekommen. Insgesamt kann man sechs dieser legendären Edelsteine nutzen – in anderen Worten: Entweder ihr gebt (mit etwas Glück) fast 100.000 US-Dollar aus oder ihr grindet bis ihr 100 Jahre alt seid, denn anders und schneller kommt ihr derzeit nicht an die besten Edelsteine heran.

Für Andrew Wilson könnte sich das als Problem herausstellen. Sollte ihn die Lust überkommen, Diablo Immortals zu spielen, muss er gut auf seine Finanzen achten, denn mit viel Pech gibt man bei diesem Mobile-Spiel ganz schnell zu viel aus.

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