Call of Duty: Warzone

DrDisrespects Shooter will CoD übertrumpfen – es gibt Zweifel

von Daniel Hartmann (Montag, 01.08.2022 - 13:19 Uhr)

Links ist der aktuelle Stand von DrDisrespects Deadrop zu sehen, rechts Call of Duty Modern Warfare aus dem Jahr 2019. (Bild: Midnight Society // Activision)
Links ist der aktuelle Stand von DrDisrespects Deadrop zu sehen, rechts Call of Duty Modern Warfare aus dem Jahr 2019. (Bild: Midnight Society // Activision)

Der bekannte Streamer DrDisrespect arbeitet mit einem von ihm selbst gegründeten Studio an einem neuen First-Person-Shooter. Das Spiel mit dem kürzlich enthüllten Namen Deadrop setzt nicht nur auf NFTs, sondern auch auf die Finanzierung durch die Community. Die durften vor einigen Tagen bereits probespielen.

Deadrop: Tarkov trifft Cyberpunk

Hinter Deadrop soll sich ein „vertical extraction shooter“ verbergen. Spieler kämpfen sich einen Turm hoch und sammeln dabei Ausrüstung und Ressourcen und versuchen damit zu entkommen. In der alternativen Realität des Spiels sammeln diese Türme eine Substanz aus der verschmutzen Luft und machen aus ihr die wertvolle Droge „Space Dust“. Verschiedene Fraktionen kämpfen nun um die Türme und ihre Ressourcen. Der Vergleich mit einem Escape from Tarkov im Cyberpunk-Setting trifft durchaus zu.

Finanziert wird das ganze über ein Gründerpaket, dass aktuell 10.000 Leute haben. Dieses Paket beinhaltet zum einen ein NFT, dass die Gründer als Avatar im Spiel nutzen, zum anderen den Zugang zu noch extrem frühen Versionen des Spiels. Der erste, der sogenannte Snapshots wurde kürzlich veröffentlicht und auf YouTube findet sich erstes Gameplay.

YouTuber Geeky Pastimes schildert seinen Ersteindruck zu Deadrop in einem Video:

„Deadrop steckt CoD in die Tasche“

Lässt man den durchaus kritisch zu betrachtenden NFT-Ansatz von Deadrop außen vor, gäbe es eingentlich etwas Lobendes zu sagen. Das ein neues Spiel so früh in der Entwicklung nicht nur Gameplay zeigt, sondern auch die finanziellen Unterstützer selber zocken lässt, ist eine Seltenheit. Ein solches Maß an Offenheit und Transparenz ist in der Videospielbranche eher wenig verbreitet.

Doch entspricht das Gezeigte nicht wirklich dem, was sogar DrDisrespect persönlich angekündigt hat. In einem Tweet vom 22. Juni 2022 verkündete er: „Ich kann jetzt eine Screenshot machen und es bläst alles weg, was die CoD-Engine hervorbringt. Wartet nur bis nächsten Monat.“ (Quelle: DrDisrespect via Twitter). Laut dem Streamer steckt Deadrop Call of Duty also bereits zum jetzigen Zeitpunkt in die Tasche, eine Aussage, die angesichts des Gameplays nicht haltbar ist. Zwar macht die Spielwelt durchaus etwas her, doch die Bewegung der Waffe beim Laufen ist bei Weitem nicht auf CoD-Niveau und das Mündungsfeuer erinnert eher an Far Cry 1 als an ein modernes Call of Duty.

Ballern für unterwegs? Hier sind die besten Shooter fürs Smartphone:

Entwickler Midnight Society nennt das Gameplay die Grundlage für die Bewegungssteuerung, das Waffensystem und eine Einführung der Umgebung, in der die allererste Waffe getestet werden kann. (Quelle: Midnight Society). Und genau das ist es. Nicht mehr und nicht weniger.

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