Grand Theft Auto 5

Nach 9 Jahren GTA 5: Kommt da noch was, Rockstar?

von Johannes Repp (Dienstag, 09.08.2022 - 07:00 Uhr)

Johannes wünscht sich, dass ein paar Inhalte aus GTA Online auch ihren Weg in den Singleplayer-Modus finden. (Bild: Rockstar Games / Getty Images – PeopleImages)
Johannes wünscht sich, dass ein paar Inhalte aus GTA Online auch ihren Weg in den Singleplayer-Modus finden. (Bild: Rockstar Games / Getty Images – PeopleImages)

Seit etlichen Jahren versorgt Rockstar GTA Online mit neuen Inhalten – Singleplayer-Fans gehen jedoch leer aus. Was soll das, Rockstar?! Könnt ihr nicht einfach ein paar Inhalte aus dem Online-Modus auch im Story-Modus implementieren?

Ein Kommentar von Johannes Repp:

Liebes GTA 5, warum lässt du mich hängen?

Hallo, ich bin Johannes und ich liebe Grand Theft Auto 5. Das sollte ich vorwegschieben – ich möchte nämlich meckern. Rockstar regt mich nämlich auf. Sehr. Ich habe bereits über 400 Stunden mit GTA 5 verbracht und merke so langsam, wie mich die Motivation verlässt – und das gefällt mir nicht!

Auch, wenn der Online-Modus toll ist, verbringe ich meine Zeit viel lieber im Singleplayer-Modus. Die dortige Kampagne habe ich schon mehrere Male durchgespielt. Mal komplett in Ego-Perspektive, mal mit Controller und so weiter. Aktuell versuche ich mich an einer Spielweise, die neu für mich ist: GTA als RPG.

Das bedeutet im Klartext: Nachdem die Hauptmissionen abgeschlossen waren, habe ich mit Lesters Attentats-Missionen das Ingame-Vermögen aller Charaktere auf mehr als 700 Millionen GTA-Dollar vervielfacht. Hier beginnt das Roleplay – was fangen die ganzen Charaktere mit ihrem Wohlstand an?

Zuerst habe ich alle verfügbaren Immobilien in Los Santos aufgekauft. Schnell waren auch die Garagen von Michael, Franklin und Trevor mit Autos zugeparkt. Muscle-Cars für Michael, japanische Racer für Franklin oder geländegängige Boliden für Trevor – all das und noch viel mehr hat GTA zu bieten.

Und da ist schon der erste Knackpunkt. Jeder Charakter kann neben seinen heimischen Stellplätzen noch eine weitere Garage mit vier Stellplätzen kaufen. Vier Stellplätze. VIER. Das ist nichts. Das ist ein Fliegenschiss im Vergleich zum riesigen Autokatalog, den GTA 5 zu bieten hat. Und die Auswahl ist im Online-Modus noch viel größer.

Und das ist der nächste Punkt, der mir sauer aufstößt – warum zum Henker schafft es Rockstar nicht, die Online-Inhalte auf den Singleplayer-Modus zu übertragen?

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Will Rockstar die Singleplayer-Kampagne von GTA 5 schützen?

Ich kann verstehen, dass die teilweise komplett übertriebenen Kriegsmaschinen, die der Onlinemodus in verschiedenen Updates spendiert bekommen hat, die Hauptkampagne des Spiels wahrscheinlich komplett kaputt machen würden. Auch einige Nebenmissionen wären mit einem fliegenden Raketenmotorrad wahrscheinlich ein Klacks. Aber was hindert die Entwickler daran, diese Fahrzeuge erst NACH Abschluss dieser Missionen zugänglich zu machen?

Schließlich sind die Fahrzeuge schon in den Spieldateien vorhanden. Dank den regelmäßigen Updates gibt es in GTA Online jetzt noch mehr fette Karren, einen Nacht- und einen Motorradclub, Bunker, Flugzeugträger, U-Boote, riesige Yachten und sogar ein tropisches Inselparadies. Letzteres wurde für den Cayo-Perico-Heist hinzugefügt wurde.

Und das Ärgerliche dabei: Viele Missionen lassen sich in GTA Online sogar allein spielen. Seien es Versorgungsmissionen für die verschiedenen Einkunftsmöglichkeiten oder diverse Heists. Wieso MUSS ich das dann im Online-Modus spielen? Wieso bin ich gezwungen, mühevoll mein Konto voll zu farmen, während ich im Singleplayer-Modus auf zusammengerechnet über 2 Milliarden GTA-Dollar sitze?

Für Franklin ist ein Sportwagen für fünf Millionen GTA-Dollar ein Klacks. Mein Alter Ego muss in GTA Online dafür stundenlang Heists, Verkaufsmissionen und Autorennen über sich ergehen lassen. Ohne tagelanges Grinden werde ich nie solche Summen im Online-Modus erreichen können. Und Echtgeld für überteuerte Cash Cards auszugeben, kommt für mich nicht in Frage.

Und genau da liegt wahrscheinlich auch der Hund begraben. Für Rockstar lohnt es sich, den Grind so unattraktiv wie möglich zu gestalten. Wer genug vom kleinschrittigen Geldverdienen hat oder es einfach nicht mehr erwarten kann, greift zur Cash Card und pumpt so Geld ins Unternehmen.

Und dann gibt es Leute wie mich, die nicht bereit sind dafür Geld auszugeben. Die einfach nur entspannt im Singleplayer durch Los Santos cruisen wollen und damit nicht gerade die lukrativsten Kunden für Rockstar darstellen.

Alles, was ich will ist doch nur, dass die größeren Garagen und der umfangreiche Autokatalog aus dem Online-Modus im Singleplayer verfügbar sind. Ich will entspannt mit Michael in einem Rosevelt-Valor-Oldtimer am Vespucci Beach entlangrollen, mit Trevor einen Motorradclub in Paleto Bay gründen und mit Franklin in einem Vigilante-Batmobil-Verschnitt Nachts für Recht und Ordnung in Los Santos sorgen.

Und all das, ohne mich mit schießwütigen Chaosstiftern, unfreundlichen Chaträumen und Hackern abgeben zu müssen. Ist das wirklich zu viel verlangt?

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