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Twitch entfernt beliebtes Feature und niemand versteht wieso

von Daniel Hartmann (Donnerstag, 08.09.2022 - 14:43 Uhr)

Auf Twitch ist bald Schluss mit den Hostings anderer Kanäle. (Bild: Twitch)
Auf Twitch ist bald Schluss mit den Hostings anderer Kanäle. (Bild: Twitch)

Die Streaming-Plattform Twitch verabschiedet sich vom Hosting-Feature und stößt mit dieser Entscheidung bei vielen Streamern auf Unverständnis. Die Erklärung gibt für viele wenig Sinn und gerade für kleinere Streamer könnte der Wegfall der „Hosts“ einen Nachteil bedeuten.

Twitch trennt sich von Hosting-Feature

Wenn ein Streamer auf Twitch offline geht, besteht unter anderem die Möglichkeit, einen anderen Stream zu hosten. Dadurch wird der Inhalt des anderen Streamers auf dem eigenen Kanal gezeigt, doch die Community verbleibt weiterhin im eigenen Chat. Ab dem 3. Oktober 2022 soll es dieses Feature aber nicht mehr geben, wie es nun auf der offiziellen Seite von Twitch zu dem Thema heißt. (Quelle: Twitch)

Twitch liefert folgende Begründung:

„Wir haben beschlossen, diese Funktion einzustellen, da das Erlebnis für die Zuschauer nicht deren Erwartungen für die Nutzung von Twitch entspricht. Zuschauer möchten mit einem Streamer interagieren, wenn dieser live ist, und das verhindert der Host-Modus. Wenn Zuschauer nicht mit dem Streamer interagieren können, dessen Stream sie ansehen, wirkt sich das auch negativ auf das Wachstumspotenzial des Streamers aus, da er keine sinnvolle Verbindung mit diesen neuen Zuschauern aufbauen kann.“

Die Hosts wurden von Streamern genutzt, um der eigenen Community nach Ende des eigenen Streams noch weitere Unterhaltung zu bieten oder um befreundete Streamer zu unterstützen. Gerade kleinere Streamern hilft es neue Zuschauer zu finden, wenn sie von größeren Streamern gehostet wurden, ein Widerspruch zur Begründung von Twitch.

Unverständnis über diese Entscheidung

Sowohl im deutschsprachigen Raum als international gibt es wenig Verständnis für die Abschaffung der Hosts. Einer der größten deutschen Streamer plädiert für Entscheidungsfreiheit des einzelnen Streamers:

Unter dem Tweet von Gronkh findet sich viel Kritik und auch die Sorgen kleinerer Streamer, schwerer an Reichweite zu gewinnen. Kaum jemand versteht, wieso ein bliebtes und viel genutztes Feature entfernt werden soll.

Ab Oktober bleibt dann noch das Raid-Feature mit dem Streamer ihrer Zuschauer zu einem anderen Streamer „rüberschicken“ können, wenn sie offline gehen. Außerdem soll die neue Shoutout-Funktion genutzt werden können, um der eigenen Community andere Streamer zu empfehlen.

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