Cyberpunk 2077

Comeback für Cyberpunk 2077: Darum solltet ihr jetzt einen Blick ins RPG werfen

von Marina Hänsel (Donnerstag, 15.09.2022 - 11:29 Uhr)

Cyberpunk 2077 hat inzwischen eine zweite Chance verdient! (Bild: CD Projekt Red)
Cyberpunk 2077 hat inzwischen eine zweite Chance verdient! (Bild: CD Projekt Red)

Zugegeben, auch fast 2 Jahre nach dem Release ist Cyberpunk 2077 noch immer nicht das Spiel, das uns CD Projekt Red Jahre zuvor versprochen hat. Trotzdem ist das ehemalige Skandal-RPG inzwischen definitiv Blick wert – zumal es aktuell auch noch um 50 Prozent reduziert ist. Einige Spieler sollten aber dennoch weiterhin Abstand halten. Wir verraten euch, wer Cyberpunk 2077 eine zweite Chance geben sollte.

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Der große Patch 1.5 ist seit einer Weile online, inzwischen wurde sogar noch ein weiteres Update mit der Versionssnummer 1.6 mit neuen Inhalten nachgeschoben, die meisten Bugs sind ausgemerzt und auf GOG und bei Steam gibt's Cyberpunk 2077 jetzt mit 50 Prozent Rabatt für 29,99 Euro (bei GOG / Steam ansschauen).

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Mit dem Patch 1.6 gibt es wieder einige neue Inhalte, die Cyberpunk-Spieler in Night City entdecken können:

Cyberpunk 2077 (Patch 1.6) – offizieller Launch-Trailer

Natürlich solltet ihr auch dann keine 29,99 Euro für ein Spiel ausgeben, wenn es euch trotzdem nicht das gibt, was ihr erleben wollt. Was genau ist es aber, das Cyberpunk 2077 wirklich bietet? Ist es ein perfektes Rollenspiel, verspricht es GTA-5-Feeling nur in der Zukunft, ist es Gameplay-mäßig eine Offenbarung? Ist es das, was CD Projekt Red mit übertriebenen Trailern und Versprechen vorgestellt hat?

Im Grunde ist es nichts davon, zumindest wenn ihr mich fragt. Was nicht bedeutet, dass eine gewisse Sehnsucht in Cyberpunk 2077 ziemlich gut erfüllt wird – und mir über 80 Stunden Spielspaß bot.

Eine zweite Meinung gefällig? Zwischen Kollege Michael und mir ist Cyberpunk 2077 ein beliebtes Diskussionsthema:

Was Cyberpunk 2077 gut kann und für wen es wirklich geeignet ist

Es wird – so glaube ich – nie das Spiel geben, das CD Projekt Red vor Release in den Köpfen der Fans entstehen ließ. Dafür wurde zu viel versprochen und beinahe jede Idee der Community abgenickt. Ein solches Cyberpunk 2077 wäre das nahezu perfekte Spiel gewesen. Falls ihr wütend darüber seid, so habt ihr jedes Recht dazu und ich unterstütze durchaus die Meinung, aus diesem Grund Cyberpunk 2077 nicht zu kaufen.

Das Ding ist, dass ich bereits zum Release das von Cyberpunk 2077 bekommen habe, was ich mir ersehnt hatte. Denn in einem war es damals gut und ist es jetzt sogar besser: Darin, dem Spieler individuelle Freiheit zu geben und in ihm das Gefühl zu erwecken, wirklich in einer Cyberpunk-Stadt zu wohnen. Ihr besitzt ein eigenes Apartment und könnt seit Patch 1.5 sogar weitere hinzukaufen. Ihr fahrt euer eigenes Auto, geht Beziehungen mit NPCs ein und trefft nicht nur in Dialogen Entscheidungen, sondern auch dabei, wie ihr Missionen angeht.

Die Welt von Cyberpunk 2077 steht dem Spieler offen: Neben der Hauptstory und den vielen, teilweise sehr guten Nebenmissionen, könnt ihr durch die Stadt fahren oder spazieren, sie frei erkunden, Missionen auf dem Weg annehmen, Kleidung kaufen gehen, euch Tattoos (wenige) stechen und Tech einbauen lassen, mit Prostituierten ins Bett gehen und euch nach getaner Arbeit schlafen legen.

Seit Patch 1.5 könnt ihr euch neue Apartments in Night City kaufen – wie etwa das Apartment im Corpo-Distrikt. Bild: CD Projekt Red
Seit Patch 1.5 könnt ihr euch neue Apartments in Night City kaufen – wie etwa das Apartment im Corpo-Distrikt. Bild: CD Projekt Red

Schlafen bietet euch nicht viel mehr als einen Tag- und Nachtwechsel, doch ebenso wie manche Spieler (mich eingeschlossen) auf Fast-Travel in Open-Worlds verzichten, kann man den Schlaf immersiv nutzen: Indem ihr eben jeden Abend schlafen geht, so, wie es im echten Leben auch wäre. Was daraus resultiert ist eine Art Cyberpunk-Lebenssimulation, die wunderbar in Night City funktioniert.

Daneben werden auch intime, freundschaftliche (oder amouröse) Beziehungen zu NPCs aufgebaut, die durchaus an die Companions von Spielen wie Mass Effect oder Dragon Age erinnern.

Aber zugegeben: Cyberpunk 2077 ist nicht so frei wie Skyrim und nicht derart konzentriert auf Companions wie Mass Effect. Der Mix im Spiel macht es zu etwas anderem, zu Cyberpunk 2077 eben, das individuelles Rollenspielen eines Charakters wunderbar umsetzt – und das mit einer interessanten Story, die euch bis zum Ende mitnimmt. Das sind die guten Dinge, die ich an Cyberpunk 2077 schätze.

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Und wer wird mit Cyberpunk 2077 womöglich unglücklich?

Cyberpunk-Fans. Fans guter RPG-Mechaniken. Spieler, die Wiedergutmachung wollen (zu Recht) und noch immer darauf hoffen, dass die Versprechen von CD Projekt Red eingelöst werden.

Cyberpunk 2077 hat eine solide, unterhaltsame und teilweise wirklich verrückte Story, aber es beantwortet keine philosophischen Fragen zum Thema Cyberpunk, wie es versprochen wurde. Ein großes Manko ist und bleibt außerdem das Gameplay: teilweise zu leicht, teilweise zu schwer und für einige Spieler einfach nicht gut genug. Es scheiden sich die Geister, wie viel Spaß die Kämpfe machen, doch Gameplay-Connoisseure sollten generell Abstand halten. Seid ihr etwa tiefe RPG-Mechaniken gewohnt, die wunderbar abgestimmt sind, so kann euch CD Projekt Red hier nicht helfen.

Cyberpunk 2077 läuft übrigens mittlerweile auch gut auf der PS4, allerdings werdet ihr weiterhin auf Menschenmassen verzichten müssen: Im Gegensatz zu allen anderen Versionen gibt es auf der PS4 sehr viel weniger NPCs und Autos auf den Straßen Night Cities.

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