Dead Space

Nach EAs Mega-Fails: Kommt nun endlich der Sinneswandel?

von Sanel Rihic (Mittwoch, 21.09.2022 - 13:41 Uhr)

Macht EA etwa eine 180-Grad-Wendung? (Bild: EA)
Macht EA etwa eine 180-Grad-Wendung? (Bild: EA)

Der anfängliche Singleplayer-Hass und das erbarmungslose Abschlachten vieler guter Spielemarken könnte ein Ende haben. EA erklärt nämlich, dass man die Art und Weise, wie man Spiele macht, ändern möchte. Interne Studios sollen mehr Freiheiten erhalten und man möchte generell transparenter auftreten. Woher kommt dieser Sinneswandel, EA?

EA-Studios haben mehr kreative Freiheit

Anfang nächsten Jahres erscheint das Dead-Space-Remake, und ein Skate 4 – das so hip ist, dass es nur Skate. heißen muss – ist ebenfalls in der Mache. Samantha Ryan, General Manager von EA, erklärt in einem Interview mit Games Industry, dass EAs interne Studios mittlerweile freier in der Entscheidung sind, woran sie arbeiten möchten – die beiden wiederauferstandenen Klassiker sind ein erster Beweis dafür.

Ryan ist für die EA-Teams verantwortlich, die kein Battlefield, Rennspiel oder jährliches Sportspiel entwickeln. In anderen Worten: Sie hat den guten Job bei Electronic Arts. Seit knapp einem Jahr stehen die General Managers viel näher im Kontakt mit dem CEO Andrew „Singleplayer sind sehr, sehr wichtig“ Wilson. Ob das wirklich etwas Gutes ist, wird sich noch zeigen. Vor fünf Jahren hat Wilson das Studio Visceral Games aufgelöst, das an einem Uncharted-ähnlichen Star-Wars-Singleplayer arbeitete. (Quelle: Gamespot) Aber Menschen ändern sich, EA ändert sich, so die These.

Zurück zu Ryan: Sie sagt nämlich, dass, wenn ein Entwicklerteam eine besondere Leidenschaft hat, es mehr Autonomie ermöglicht bekommen soll, anstatt dass solche Entscheidungen von Oben gefällt werden. Und sie scheint ihre Studios genau zu kennen:

„Ich arbeite mit meinen Entwicklern, damit sie verstehen, wer sie sind und warum sie einzigartig sind [...] BioWare kann erstaunliche Einzelspielerspiele mit starken Geschichten entwickeln. Full Circle kann einen digitalen Skatepark erschaffen, der jedem Spieler überall offen steht. Sie sind alle einzigartig und werden stärker sein, wenn sie sich selbst treu bleiben.“ (Quelle: GamesIndustry)

Natürlich habe man auch stets den Markt im Blick, aber es könne nicht nur darum gehen, „jedem Trend hinterherzujagen“. Katastrophen wie Anthem oder Battlefield 2042 dürften demnach nicht mehr passieren. Immerhin sorgten diese Mega-Fails und vermutlich auch der Verlust der FIFA-Lizenz dafür, dass EA anscheinend einen neuen Kurs einschlägt.

Kommen weitere totgeglaubte Klassiker zurück?

Ryans Worte sind wie Balsam für die Seele. Da vergisst man glatt diesen subtilen Tweet von Juli dieses Jahres.

„Sie sind eine 10, aber sie spielen nur gerne Singleplayer-Spiele.“

Ein Klassiker.

Ebenfalls ein Klassiker ist Die Sims 4, das es demnächst kostenlos gibt:

Ryan erklärt, dass es viele coole Spielemarken gebe, doch es sei unmöglich, sie alle zurückzubringen. Dennoch:

„Wenn Entwickler und Spieler für eine Sache brennen, dann laufen die Schicksale zusammen. Als Führungskraft suche ich nach solchen Konvergenzen, und wenn ich sie finde, versuche ich, sie zu verwirklichen.“

Ein wenig Poesie schadet nie. Und möglicherweise könnte das tatsächlich dazu führen, dass ihr vielleicht ein neues Burnout-Spiel oder eine Fortsetzung zu Dante's Inferno in den Händen haltet. Oder zum Architekten in einem neuen SimCity werdet. Oder euch wieder in gewaltige Höhen in einem weiteren Mirror's Edge wagt. Oder BioWare endlich sein gecanceltes Spiel Shadow Realms fortsetzt, weil das klang wirklich aufregend.

EA hat wirklich viele Spielereihen auf dem Gewissen. Aber immerhin haben wir Anthem erhalten, was?

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