YouTuber werden: Hast du das Zeug zum Star?

von: Spieletipps Team (09. November 2018)

YouTuber werden ist heutzutage der Traum von vielen jungen und erwachsenen Menschen. Laut einer Umfrage auf Statista steht „Künstler“ an zweiter Stelle der Berufe, welche sich die Befragten grundsätzlich vorstellen könnten auszuüben. Getoppt wird dieser Berufswunsch nur von der Tätigkeit als Beamter. Wenn ihr YouTuber werden wollt, müsst ihr allerdings vieles beachten.

Leidenschaft ist dabei sicherlich ein wesentlicher Faktor und davon haben die Jungs von PietSmiet sehr viel. Den selbsternannten „Teilzeit-Bekloppten“ folgen auf YouTube mehr als zwei Millionen Abonnenten (Stand: 09.11.2018) und ihr Kanal existiert bereits seit 2007. Auf der MAG 2018 hielt Mikkel von PietSmiet einen Vortrag über vermeidbare Fehler als Let’s Player, den wir im Zuge unserer Recherche verfolgt haben.

Ihr wollt YouTuber werden? Kein Problem! Wir geben euch Tipps für den Start.Ihr wollt YouTuber werden? Kein Problem! Wir geben euch Tipps für den Start.

Mikkels Tipps zum YouTuber werden

Wollt ihr auf YouTube eine Karriere starten, dann habt ihr sicherlich viele Fragen. Mikkel nannte die wichtigsten Fragen, die ihr euch im Vorfeld stellen müsst und gab Tipps, die euch dabei helfen sollen, YouTuber zu werden.

In erster Linie komme es natürlich darauf an, sich von den zahlreichen anderen Kanälen abzuheben. Dabei seien Let’s Plays ein Format, das keiner mehr sehen wolle, außer es handele sich um aktuelle Spiele. Daher empfiehlt Mikkel, auf diese zu verzichten und folgende Überlegungen anzustellen:

  1. Welche Art von YouTuber wollt ihr sein? In diesem Zuge definiert Mikkel zwei Arten: Den Experten, der sich auf ein bestimmtes Thema konzentriert und so eher eine Nische bedient sowie den Entertainer, der für Unterhaltung sorgt und den Zuschauer seinen Kummer vergessen lässt. Natürlich lassen sich diese beiden Arten miteinander kombinieren. Um herauszufinden, welcher dieser beiden Typen ihr seid, müsst ihr euch eine weitere Frage stellen.

  2. Was kann ich und was kann ich nicht? Habt ihr eine coole Persönlichkeit, dann seid ihr unabhängig von Trends und könnt der Entertainer sein. Damit das funktioniert, müsst ihr allerdings wirklich gut sein und das kann sich auch im Laufe eurer YouTube-Karriere entwickeln. Viele YouTuber haben mit Nischen-Videos angefangen und wuchsen dann zu Entertainern heran. Es ist sogar ein recht üblicher Weg, berühmter YouTuber zu werden.

  3. Warum sollten die Leute euch zuschauen? In diesem Zusammenhang solltet ihr herausfinden, was Zuschauer überhaupt sehen wollen. Wie ihr das anstellt, zeigen wir euch weiter unten im Artikel. Beachtet dabei den Tipp von Mikkel, dass das Let’s Play ein ausgestorbenes Format ist und überlegt euch neue Ausrichtungen, z. B. Highlight- oder Anleitungsvideos zu bestimmten Themen.

  4. Baut ein Netzwerk auf! Die sozialen Medien sind in der heutigen Welt in vielen Bereichen ein wesentlicher Faktor. Geht auf Instagram, Twitter oder andere Kanäle, um Leute kennenzulernen und um von ihnen wahrgenommen zu werden. Sucht euch andere YouTuber, mit denen ihr gemeinsam Videos drehen könnt, um so euren Bekanntheitsgrad zu erhöhen.

  5. Nehmt euch Zeit und wertet aus. Wenn ihr erwartet, dass ihr von heute auf morgen mit YouTube selbstständig werden könnt, dann werdet ihr schnell enttäuscht. Plant einen längeren Zeitraum ein und lernt auch mit dem Analytics-Programm von YouTube umzugehen. Damit könnt ihr sehr gut überprüfen, wie erfolgreich eure Videos sind und davon auch Ideen für neue Projekte ableiten.

Themen-Recherche richtig betreiben

Der Vorschlag von Mikkel, der euch dabei hilft, die richtigen Themen für eure Videos herauszufinden, führt über eine sogenannte Keyword-Recherche. Sicherlich gibt es zahlreiche kostenlose und bezahlte Tools, die ihr dafür verwenden könnt, doch Mikkels Tipp ist ganz einfach: Benutzt die Suchleiste von YouTube!

Hier seht ihr die Themen-Vorschläge, die direkt von YouTube kommen.Hier seht ihr die Themen-Vorschläge, die direkt von YouTube kommen.

In unserem Beispiel im Bild werden euch Themen zu FIFA 18 vorgeschlagen. Diese Vorschläge werden aus den Suchanfragen der YouTube-Nutzer generiert und spiegeln somit ihre Interessensgebiete wieder. Jetzt müsst ihr euch noch Gedanken darüber machen, weshalb Leute nach genau diesen Themen suchen. Sobald ihr die Intention verstanden habt, könnt ihr die Bedürfnisse der Zuschauer mit euren Videos stillen.

Solltet ihr dennoch mit Tools arbeiten wollen, empfehlen wir euch eines der folgenden kostenlosen Angebote:

  • Mit Google Trends könnt ihr die Entwicklung eines bestimmten Themas überwachen. Wie das folgende Bild zeigt, nimmt das Interesse an FIFA 18 ab und auch FIFA 19 erfährt langsam ein Tief (Stand: 09.11.208).

Hier seht ihr den Vergleich zwischen FIFA 18 und FIFA 19 mithilfe des Tools Google Trends.Hier seht ihr den Vergleich zwischen FIFA 18 und FIFA 19 mithilfe des Tools Google Trends.

  • Keywordtool.io ist ein Tool, mit dem ihr nach untergeordneten Themen innerhalb eures Projektes suchen könnt. Ist FIFA 19 euer übergeordnetes Thema, dann zeigt euch das Tool, für was sich Internetnutzer innerhalb des Bereiches genau interessieren. Das folgende Bild verdeutlicht euch das Beispiel.

Hier seht ihr, welche Suchbegriffe zum Thema FIFA19 Internetnutzer in die Suchleiste ihrer Suchmaschine eingeben.Hier seht ihr, welche Suchbegriffe zum Thema FIFA19 Internetnutzer in die Suchleiste ihrer Suchmaschine eingeben.

  • Wollt ihr ganze Fragestellungen ermitteln, dann hilft euch Answer the Public. Gebt ihr hier euer übergeordnetes Thema ein, wird euch das Tool ganze Fragen vorschlagen, die Internetnutzer beschäftigen. Gebt ihr zum Beispiel FIFA 19 ein, erhaltet ihr das folgende Ergebnis:

Es gibt unzählige Fragen, die sich Menschen zum Thema FIFA 19 stellen.Es gibt unzählige Fragen, die sich Menschen zum Thema FIFA 19 stellen.

Wie ihr sehen könnt, sind die Ideen für Videos und eure Persönlichkeit entscheidend, wenn ihr ein erfolgreicher YouTuber werden wollt. Habt ihr die oben genannten Entscheidungen und Überlegungen getätigt, dann kommen noch unzählige weitere auf euch zu. Mit einigen davon wollen wir euch konfrontieren.

Wie sieht es eigentlich mit dem Geld aus?

Bevor ihr euch dafür entscheidet, YouTuber zu werden, solltet ihr euch bewusst machen, dass ihr damit nicht sofort reich werdet. Im schlimmsten Fall verdient ihr gar nichts. Viele Anfänger fragen sich als erstes, wie viel Geld man mit YouTube verdienen kann. Das ist eine Frage, die pauschal nicht zu beantworten ist, denn ein YouTuber bekommt kein festes Gehalt am Ende des Monats.

Während Größen wie Bibi von BibisBeautyPalace locker bis zu einer halben Million im Jahr und noch mehr verdienen, werden ganz kleine YouTube-Kanäle gar nicht erst jeden Monat ausgezahlt, weil sie die Mindesteinnahmen nicht erreicht haben. Eine Übersicht für alle Länder findet ihr, wenn ihr dem Link folgt.

Nur die wenigsten YouTuber erreichen den Punkt, an dem sie von den Einnahmen, die ihre Kanäle generieren, leben können. Viele arbeiten noch nebenbei und verdienen das eigentliche Geld als Arbeitnehmer. Vermutlich wird YouTube in den nächsten Jahren und mit den folgenden Generationen noch mehr an Gewicht gewinnen und somit ein erhöhter Bedarf an YouTube-Content entstehen. Das wiederum könnte dazu führen, dass noch mehr Menschen YouTuber werden wollen und die Chancen, erfolgreich zu werden, weder wachsen noch sinken.

Auszug aus der offiziellen Hilfe für YouTube: „Im Rahmen der YouTube-Partnervereinbarung gibt es keine Garantien in Bezug auf die Höhe oder den Erhalt von Zahlungen. Einnahmen ergeben sich aus einem Anteil des Umsatzes aus Werbung, der generiert wird, wenn sich andere Nutzer dein Video ansehen. Mehr Aufrufe können zu mehr Umsatz führen.“

Clickbait ist ein heißdiskutiertes Thema und das gilt auch für YouTube-Inhalte. PewDiePie sieht sich selbst als Teil des Problems. Was der YouTuber über Clickbait denkt, seht ihr in folgendem Video:

Das sagt PewDiePie zu Clickbait auf Youtube

Diese Überlegungen folgen als nächstes

Habt ihr euch selbst ausreichend analysiert und herausgefunden, was ihr könnt bzw. wollt und was nicht? Habt ihr ein Konzept für die Themen, die ihr auf eurem YouTube-Kanal bedienen wollt, erarbeitet? Dann seid ihr noch lange nicht bereit und müsst weitere Vorbereitungen treffen.

  • Überlegt euch einen Namen, der zu euch passt und aussagekräftig ist. Am besten ist es, wenn der Name einprägsam ist, damit die Leute ihn nicht schnell wieder vergessen und der leicht zu schreiben ist, damit sie euch bei YouTube ohne Probleme finden können.
  • Denkt über ein Logo nach, das einen Widererkennungswert besitzt und zu euch passt.
  • Macht euch einen Plan, in dem ihr festhaltet, wann ihr ein Video hochladen wollt. Kontinuität und Durchhaltevermögen sind hier sehr wichtig, vor allem dann, wenn ihr noch keine positiven Ergebnisse erkennen könnt.

Hier seht ihr ein Beispiel für Starter-Equipment.Hier seht ihr ein Beispiel für Starter-Equipment.

Equipment für YouTuber

Habt ihr die Vorarbeit geleistet, dann könnt ihr euch mit dem Thema Equipment auseinandersetzen. Es ist euch natürlich selbst überlassen, wann ihr wie viel Geld in die Technik investiert, dennoch würden wir euch empfehlen, zunächst die oben beschriebenen Schritte zu gehen. Dann wisst ihr nämlich genauer, welches Equipment ihr für eure Projekte braucht.

Fangt ruhig mit der Einsteiger-Technik an und wenn ihr merkt, dass ihr Erfolg habt, dann könnt ihr immer noch nachrüsten. Auf Amazon gibt es Starterpakete, die alles enthalten, was ein YouTuber zu Beginn braucht.

Zum Capturen des Spiels gibt es verschiedene Geräte. Eine beliebte Hardware, die dem Streamen und Aufnehmen vom Gameplay dient, ist von der Firma Elgato und ebenfalls auf Amazon verfügbar.

Die folgende Bilderstrecke gibt euch noch ein paar kleine Tipps zum Thema, werft also gerne einen Blick rein:

Das sind die wichtigsten Überlegungen und Entscheidungen, die ihr treffen müsst, wenn ihr YouTuber werden wollt. Habt ihr noch Fragen oder Anregungen? Lasst es uns gerne wissen! Schreibt uns eine Mail an redaktion@spieletipps.de und verratet unserer Redaktion eure Meinung.

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