So findet ihr einen Job in der Videospiel-Branche

von: Matthias Kreienbrink (14. Juni 2019)

Es ist der Traum von vielen: Eine Arbeitsstelle in der Games-Branche zu finden. Als Tester, Entwickler oder auch in der PR. Ein Traum, der nicht für viele in Erfüllung geht. Doch es gibt tatsächlich einige Wege, wie ihr Jobs findet, die mit Videospielen zu tun haben. Einige Möglichkeiten wollen wir euch hier erklären. Schonmal viel Erfolg!

Ihr sucht einen Einstieg in die Videospielbranche? Ein Job als News-Schreiber kann ein guter erster Schritt sein. Wenn ihr also über Videospiele schreiben wollt, Talent habt und auch Geld verdienen möchtet, dann folgt doch unserem Link, denn wir suchen gerade News-Schreiber. Hier entlang bitte zu der Stellenausschreibung.

Zunächst zu den verschiedenen Arbeitsfeldern in der Videospiel-Industrie. Die lassen sich grob unterteilen in Presse, Public Relations und Entwicklung. Jedes dieser Felder hat freilich andere Herausforderungen und damit auch Anforderungen an euch. Je nachdem für welches Feld ihr euch interessiert, haben wir in diesem Artikel unterschiedliche Absätze für euch vorbereitet. Wir beginnen mit:

Jobs in der Videospiel-Entwicklung

Ohne sie würde nichts gehen: Die Videospiel-Studios, in denen die Spiele entwickelt werden, die wir alle gerne zocken. Dieses Branchenfeld ließe sich nochmal in etliche Unterbereiche aufteilen:

  • Programmierer
  • Designer
  • Komponisten
  • Story-Schreiber
  • Produzenten

... und so weiter. Die Arbeit in einem Videospiel-Studio, gerade in einem größeren, ist unglaublich divers und in viele Divisionen aufgeteilt, die alle andere Anforderungen haben.

Der typische Weg in die Videospiel-Entwicklung ist der Weg über ein entsprechendes Studium. So gibt es in Deutschland inzwischen einige Hochschulen, die solche Studiengänge anbieten. So könnt ihr etwa Game-Design, Game Development oder Productmanagement studieren. Über diesen Link könnt ihr euch einen Überblick über die Möglichkeiten im deutschsprachigen Raum machen.

Über Praktika lassen sich erste Erfahrungen in Entwicklerstudios sammeln. In dieser Industrie ist es durchaus von Bedeutung, Verdindungen herzustellen und frühestmöglich einen Fuß in die Tür zu bekommen. Diese Karte des game-Verband gibt euch einen guten Überblick über die Games-Studios in Deutschland - oft lohnt es sich schon, ein Studio in eurer Nähe einfach mal anzuschreiben und nach offenen Stellen oder Einstiegsmöglichkeiten zu fragen.

Alleine in Berlin gibt es unzählige Videospiel-Studios, bei denen man sich theoretischfür Jobs im Bereich Games bewerben kann.Alleine in Berlin gibt es unzählige Videospiel-Studios, bei denen man sich theoretischfür Jobs im Bereich Games bewerben kann.

Doch solltet ihr wissen, dass die Jobs in der Videospiel-Industrie oft sehr stressig sind und zum Teil unterdurchschnittlich bezahlt werden. In diesem Artikel, den unser Autor für Zeit Online geschrieben hat, erfahr ihr mehr über die Arbeitsbedingungen in der Games-Branche. Auch hat unsere Autorin darüber geschrieben, wie die vermeintlichen Traumberufe in der Videospielbranche wirklich aussehen. Ebenso hat sie eine Kolumne darüber geschrieben, wie hart der Einstieg in die Spielbranche ist.

Freilich wollen wir euch hier auch nicht abschrecken. Diese Artikel sollen ledigleich dazu dienen, euch klar zu machen, dass die Arbeit in der Spiele-Entwicklung durchaus ein Knochenjob sein kann und nicht immer dem entspricht, was ihr euch vorher vielleicht vorgestellt habt. Doch sei genauso erwähnt, dass die Branche sich stark verändert und entwickelt. Und wenn ihr mit daran arbeiten wollt, dass sich auch Arbeitsbedingungen und Bezahlung verbessern, können wir das nur begrüßen.

Jobs in der PR

So gut wie jedes Studio, solang es sich nicht um ein sehr kleines Indie-Studio handelt, gehört zu einem Publisher. Das können kleinere Indie-Publisher wie etwa Devolver sein oder aber auch Giganten wie Electronic Arts. Und innerhalb dieser Firmen gibt es viele Jobs, die mit Public Relations zu tun haben. Das können etwa Arbeiten als Werbe-Grafiker sein, im bereich von Social-Media-Management oder aber auch klassische Pressearbeit, bei der es um den Kontakt zu den Medien geht.

Die Wege in die PR müssen nicht unbedingt über ein Studium gehen. Gerade bei Jobs in der Pressearbeit oder in der Grafik handelt es sich oftmals um klassische Ausbildungsberufe. So könnt ihr euch etwa zum Kaufmann oder zur Kauffrau ausbilden lassen und dann Fortbildungen machen, oder aber auch Betriebswirschaftslehre studieren.

Doch landet man in der PR auch oft über einen Quereinstieg. Unser Autor Micky hat einen ausführlichen Artikel über die Möglichkeit, per Quereinstieg in der Spielebranche zu landen, geschrieben. Sowohl bei der Arbeit in einem Entwickler-Studio als auch in der PR kommt es oft vor, dass ihr reisen oder direkt umziehen müsst, da die Studios und Publisher ihre Sitze in bestimmten Städten und Ländern haben oder Zweigstellen aufmachen, in denen ihr dann eingesetzt werdet. Auch hierzu hat Micky einen Artikel geschrieben: Arbeiten in Japan: Kulturschock in 3 ... 2 ... 1 ...

spieletalks #17: Sollten wir Spiele kaufen, für die Entwickler gelitten haben?

Jobs in den Videospiel-Medien

Der dritte und letzte Teilbereich der Videospiel-Branche ist streng genommen keiner. Denn eigentlichen stehen die Medien außerhalb der Branche - sie betrachten diese und berichten über sie. Und dabei müssen sie möglichst kritisch sein. Es geht nicht darum, der verlängerte Arm der PR zu sein, sondern in der Berichterstattung eine Distanz herzustellen.

Darum werden wir an dieser Stelle auch direkt das erste Traumbild zerstören müssen: Als Videospiel-Redakteur spielt man nicht den ganzen Tag. Vielmehr besteht der Großteil des Arbeitstages aus Recherche und Schreiben, Schreiben, Schreiben. Als Tester spielt ihr die Spiele zwar, doch gehört auch hier viel Schreiben zur Arbeit. Sicherlich gibt es auch hier andere Arbeitsfelder. So arbeitet ein Video-Redakteur anders als ein Redakteur, der Texte produziert. Und auch in den Redaktionen gibt es Jobs in der Grafik oder als Programmierer, schließlich muss so eine Internetseite oder ein Magazin auch gestaltet werden und funktionieren.

Doch gehen wir vom klassischen Redakteur aus, also einem, der Texte produziert, liegt die wichtigste Kompetenz auch schon auf der Hand: Ihr müsst schreiben können. Ein geisteswissenschaftliches Studium kann bei der Bewerbung schon hilfreich sein. Auch ein journalistisches Studium oder ein Volontariat in einer Redaktion sind gerne gesehen. Genauso wichtiger ist jedoch Berufserfahrung. Diese könnt ihr euch verschaffen, indem ihr etwa ein Praktikum in einer Redaktion macht. Zum Beispiel bei spieletipps, auch wir suchen immer wieder Praktikanten. Wie sowas aussieht hat unser ehemaliger Praktikant René beschrieben, der inzwischen festangesteller Redakteur ist: So ist es als neuer Praktikant in einer Games-Redaktion.

So sieht die Redaktion von spieletipps ausSo sieht die Redaktion von spieletipps aus

Auch ist es gut möglich, erste Erfahrungen als freier Redakteur zu machen. So könnt ihr erste Texte etwa auf Blogs veröffentlichen, oder den Redaktionen eure Text-Ideen schicken. Wenn diese gut sind und ihr beweisen könnt, dass ihr eine interessante Schreibe habt, werden diese durchaus auch genommen und ihr könnt eurer erstes Honorar verdienen - und habt direkt auch eure ersten Arbeitsproben, die in dieser Branche besonders wichtig sind. Solltet ihr spieletipps einmal eine Idee für einen Artikel schicken, wendet euch gerne an presse@spieletipps.de

Für einen Artikel hat unser Autor Matthias mit Menschen aus der Spiele-Presse gesprochen und sie gefragt, wie ihre ersten Schritte in dem Job aussahen. Die Antworten könnt ihr hier nachlesen: Über Videospiele schreiben - So sahen die ersten Schritte von bekannten Medienleuten aus.

Wir hoffen, dass dieser Artikel euch bei eurem Weg in einen guten Job helfen kann. Solltet ihr schon in der Branche arbeiten, würden wir uns sehr über einen Kommentar dazu freuen, wie ihr es geschafft hat.

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