Final Fantasy 7 Remake

Final Fantasy 7 Remake | Wer sind die Turks? Der Shinra-Geheimdienst erklärt

von Ove Frank (Mittwoch, 07.07.2021 - 20:53 Uhr)

Final Fantasy 7 Remake spielt in der Mako-Stadt Midgar, weshalb es die Spieler notgedrungen mit dem mächtigen Shinra-Konzern zu tun bekommen. Eine Spezialorganisation des Megakonzerns sind dabei die geheimnisvollen Turks. Wer sind sie? Was Wollen sie? Und was sind ihre Aufgabenfelder? Diese Fragen wollen wir in diesem Artikel für euch beantworten.

Wer sind die Turks und was tun sie? In diesem Artikel wollen wir eure Fragen beantworten.
Wer sind die Turks und was tun sie? In diesem Artikel wollen wir eure Fragen beantworten.

ACHTUNG SPOILER: In diesem Artikel wird detailliert auf die (Vor-)Geschichte von Final Fantasy 7 Remake als auch auf die des Originals von 1997 eingegangen. Dabei werden wichtige Ereignisse und Elemente angesprochen, welche entscheidenden Einfluss auf die jeweilige Handlung nehmen. Ihr seid hiermit gewarnt!

Wer genau sind eigentlich die Turks?

Nachdem die ShinRa Electric Power Company eine Möglichkeit fand, das Mako, den Lebensstrom des Planeten, auszubeuten und in Energie und Treibstoff umzuwandeln, mauserte sich das Unternehmen zum mächtigsten Konzern der Welt, welcher sogar mehr Macht und Einfluss gewann als die meisten Nationen.

Mit dem stetigen Wachstum kamen allerdings auch immer mehr Probleme auf den Shinra-Konzern zu. Es wurde zunehmend schwierig, die Kontrolle und Übersicht über sämtliche Sektoren und Außenstellen zu behalten, weshalb hier unbedingt etwas getan werden musste. Als Konsequenz wurde ein neues Kontrollorgan installiert, um für "Recht und Ordnung" zu sorgen - die Turks.

Der Begriff "Turks" ist eine eher unscheinbar klingende Bezeichnung für die "Abteilung für allgemeine Angelegenheiten" (engl. "General Affairs Department") des Shinra-Konzerns. Wofür der Name "Turks" (jap. タークス Tākusu) steht, ist nicht bekannt, dennoch hat er sich soweit durchsetzen können, dass auch innerhalb Shinras der Name Allgemeingültigkeit gefunden zu haben scheint.

Die Truks werden überall da eingesetzt, wo die herkömmlichen Verfahren an ihre Grenzen stößen.
Die Truks werden überall da eingesetzt, wo die herkömmlichen Verfahren an ihre Grenzen stößen.

Was sind die Aufgabenfelder der Turks?

Die Aufgabenfelder der Turks sind vielfältig, sodass sie dem Konzern gewissermaßen als "Mädchen für alles" dienen. Als "Abteilung für allgemeine Angelegenheiten" haben sie in sehr vielen Bereichen ihre Finger im Spiel und sind stets über alle Vorkommnisse bestens informiert. Am ehesten kann man die Turks mit einem modernen Geheimdienst vergleichen.

Die Turks erledigen dabei viele unterschiedliche Augaben: So kümmern sie sich um allgemeine Verwaltungsaufgaben sowie um die Rekrutierung neuer Shinra-Gardisten und SOLDAT-Anwerter, sind aber auch für Personenschutz und Informationsbeschaffung zuständig. Inoffiziell aber dennoch durchaus regelmäßig nehmen sie sogar an Kampfeinsätzen teil, nehmen Entführungen vor und führen gezielte Attentate aus.

In diesem Sinne bekommen es die Spieler immer wieder mit den Turks zu tun und müssen in den verschiedenen FF7-Spielen mehreren von ihnen bekämpfen. Obwohl die Turks zwar antagonistisch auftreten, wird deren Mitgliedern in den Spielen Zeit zur Entwicklung eingeräumt und ihre Persönlichkeiten sowie Motive werden beleuchtet, sodass sie nicht einfach als "böse" bezeichnet werden können.

Die Turks mögen oft bedrohlich wirken und furchtbare Dinge tun, jedoch haben auch sie einen moralischen Kompass.
Die Turks mögen oft bedrohlich wirken und furchtbare Dinge tun, jedoch haben auch sie einen moralischen Kompass.

Was zeichnet die Turks aus?

Die Turks unterstehen zwar der Shinra-Sicherheitsbehörde unter der Leitung von Heidegger, agieren aber weitestgehend autonom und planen ihre eigenen Einsätze. Während der Handlung von Final Fantasy 7 sowie dem Remake werden sie vom langhaarigen Tseng angeführt, dem die Spieler zwar wiederholt begegnen, diesen aber nicht bekämpfen.

In den Spielen sind sie recht leicht zu erkennen: Sie alle tragen schwarze (in Before Crisis: Final Fantasy 7 marineblaue) Business-Anzüge und Krawatten und machen so auf den ersten Blick einen sehr seriösen Eindruck. Trotz ihrer einheitlichen Unisex-Kleidung gleicht kaum ein Turk dem anderen, da sie alle ganz unterschiedliche Talente und Ausrüstungen vorweisen. Auch in puncto Haartracht und persönlicher Habitus unterscheiden sie sich alle deutlich voneinander.

Anders als beispielsweise die Shinra-Gardisten kämpfen die Turks nicht einheitlich, sondern konzentrieren sich auf ihre individuellen Stärken. Dementsprechend führt auch jedes Mitglied andere Waffen, welche am besten zum persönlichen Kampfstil passen. So kämpft Rude beispielsweise mit den Fäusten, während Reno einen elektrischen Schlagstock schwingt. Darüber hinaus finden bei den Turks traditionelle japanische Waffen wie Katanas, Shuriken und Kunais Verwendung.

Die Turks kämpfen alle anders. Reno zum Beispiel nutzt einen mit Blitz-Materia verbesserten Schlagstock.
Die Turks kämpfen alle anders. Reno zum Beispiel nutzt einen mit Blitz-Materia verbesserten Schlagstock.

Welche bekannten Turks gibt es im FF7-Universum?

In den Spielen und dem allgemeinen FF7-Universum (inklusive des Kinofilms, der Animes und der Büchern) sind mehrere aktive oder ehemalige Mitglieder dieser Organisation anzutreffen. Dies sind die für die Handlung relevantesten Turks:

In diesem Video des YouTube-Kannals Gamer's Little Playground findet ihr zusammengefasst alle Zwischensequenzen, in welchen die Turks eine Rolle spielen:

Was wollen die Turks?

Die Frage nach der persönlichen Agenda der Turks zu beantworten ist gar nicht so einfach. Sie dienen zwar treu dem Shinra-Konzern, die einzelnen Mitglieder gehen allerdings nicht immer mit dem konform, was ihnen aufgetragen wird. Dazu zählt zum Beispiel der Tod Unschuldiger beim Einsturz der Platte von Sektor 7 in Kapitel 12 von FF7 Remake oder die Entführung von Aerith.

In den Spielen werden die Spieler auch immer wieder mit dem Innenleben der einzelnen Turk-Mitglieder konfrontiert und sehen, wie diese mit ihren Aktionen hadern und an der Richtigkeit ihres Handelns zweifeln. Auffällig ist dabei, dass die Turks in den verschiedenen Spielen zwar für Shinra arbeiten, aber immer auch ihre ganz persönliche Machtpolitik vorantreiben.

Im Mobile-Game Before Crisis: FF7 wird ein Teil der Vorgeschichte der Turks beleuchtet, wobei sie die Protagonisten sind. Es ist im Endeffekt die tragische, von Liebe und Verrat gezeichnete Geschichte, wie Tseng an den Posten des Anführers kam. Dabei werden die beiden Gesichter der Turks deutlich: Opportunismus und Kameradschaft.

Im Verlauf der gesamten Compilation of Final Fantasy 7 (des gesamten FF7-Franchises) machen die Turks eine spannende hintergründige Charakterentwicklung durch, welche im Film FF7: Advent Children darin mündet, dass mehrere Turks an der Seite des ehemaligen Shinra-Direktors Rufus Shinra bleiben, um diesem dabei zu helfen, die Schuld des Konzerns, die Welt in den Abgrund geführt zu haben, zurückzuzahlen.

Im Film Final Fantasy 7: Advent Children wollen die Turks ihren Teil dazu beitragen, die Welt wieder aufzubauen.
Im Film Final Fantasy 7: Advent Children wollen die Turks ihren Teil dazu beitragen, die Welt wieder aufzubauen.

Insgesamt sind die Turks eine sehr komplexe und moralisch graue Fraktion innerhalb des FF7-Kosmos. Neben großer Geheimdienste wie die NSA oder die CIA in den USA dürften die japanischen Verbrecher-Organisationen der Yakuza als Hauptinspirationsquelle für die Turks gedient haben. Von den japanischen Waffen abgesehen sind es ihre Komplexität und ihre schwer einzuordnendes Verhältnis zur allgemeinen Bevölkerung welches die Yakuza mit den Turks verbindet.

Es bleibt spannend zu beobachten, wie die Entwicklung der Turks in den kommenden Parts von Final Fantasy 7 Remake weiter vorangehen wird. In verschiedenen Zwischensequenzen war bereits zu sehen, wie Rude und Reno ob ihrer Taten ins Zweifeln gerieten und auch Tseng lässt bereits durchscheinen, dass in ihm mehr vorgeht als er ausspricht.

Da sich das Remake besonders gegen Ende hin deutlich vom entsprechenden Abschnitt des Originalspiels von 1997 unterscheidet, ist es sehr gut möglich, dass sie in Zukunft noch eine ganz andere aber dennoch wichtige Rolle spielen werden. Mit Rufus Shinra als neuen Direktor und Tseng als dessen neue rechte Hand wird bereits angedeutet, dass mit den Turks noch so einiges geschehen wird. Wir bleiben gespannt!

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